Jubiläum
Ganz Dinau feierte: Zum Höhepunkt gab es einen Festzug mit 54 Vereinen durch den Ort

29.05.2024 | Stand 29.05.2024, 10:00 Uhr

Optischer Höhepunkt beim Umzug durch den Ort anlässlich des Gründungsfestes der Feuerwehr Dinau waren die Festdamen mit ihrer Festmutter. Fotos: Monika Bucher

Eine kleine Wehr feierte ganz groß: Auf 125 Jahre Vereinsgeschichte blickte die 117 Mitglieder zählende Feuerwehr Dinau beim Gründungsjubiläum zurück.

Höhepunkte waren ein Dankgottesdienst und der Festumzug mit vielen Orts- und Nachbarvereinen, angeführt von den Festleitern Markus Koller und Andreas Koller sowie Kommandant Dieter Eichenseher.

Als Schirmherr fungierte Bürgermeister Martin Schmid aus Kallmünz, als Festmutter Linda Otzelberger und als Patenverein unterstützte die Feuerwehr Holzheim den Jubelverein. Nach über zwei Jahren Vorbereitungszeit hatte der 20-köpfige Festausschuss ein rauschendes dreitägiges Fest mit einem umfangreichen Programm auf die Beine gestellt.

Plattenparty zum Auftakt

Zum Auftakt gab es am Freitag eine Plattenparty mit DJ Nudel im 2000-Mann-Festzelt. Am Samstag folgte das Einholen von Festmutter und Festdamen, Schirmherrn und Patenverein und beim Totengedenken wurde dann neben der Filialkirche St. Stephan ein Kranz niedergelegt und zur Erinnerung eine Tafel mit 18 Fotos von den in den letzten 25 Jahren verstorbenen Kameraden aufgestellt. Nach dem vom Schirmherrn gekonnt durchgeführten Bieranstich spielte die bayerische Partyband Alarmstufe Rock im vollbesetzten Festzelt auf und besonders der Nachwuchs stand auf den Bänken und sang begeistert mit.

Am Sonntag war schon frühmorgens Weckruf und nach dem Kirchenzug zelebrierte Pfarrer Andreas Giehrl den feierlichen Dankgottesdienst. Dabei umrahmten 20 Fahnen den im Freien aufgebauten Altar. Die Fürbitten trugen die Festdamen vor, die Lesung übernahm Christina Niebler und für die musikalische Begleitung sorgte die Blaskapelle St. Martin aus Oberpfraundorf.

Pfarrer Gierl stellte die Überlegung in den Raum, was denn eine Familie oder einen Verein ausmache. Als wesentliche Elemente nannte er eine gelungene Kommunikation, gute Gespräche auf Augenhöhe und eine klare Befehlsstruktur. Dies alles, erklärte er, sei auch bei der Feuerwehr vorhanden. Gierl segnete die Fahnenbänder und dann heftete Linda Otzelberger das Band von Festmutter und Festdamen an, Laura Renner das Trauerband und Julia Dirnhofer sowie Theresa Käß das des Patenvereins Holzheim. Schirmherr Martin Schmid würdigte die Gründung des 1899 ins Leben gerufenen Vereins als wichtigen Schritt. Seitdem habe sich viel verändert. Die Ausrüstung und Technik wurde weiterentwickelt und vor allem die Anforderungen seien gestiegen. „Die Einsatzfreude dagegen ist gleich geblieben“, betonte Schmid.

40 Helfer täglich aktiv

Kreisbrandrat Wolfgang Scheuerer und Kreisbrandmeister Josef Pretzl überbrachten für die Feuerwehrführung des Landkreises die Glückwünsche an den Jubelverein. Über Generationen hinweg wurden Werte wie Kameradschaft und Idealismus weitergegeben und alle Herausforderungen gemeistert, lobte Scheuerer. Die rund 7000 Aktiven im Landkreis leisteten 365 Tage im Jahr ehrenamtlich Dienst am Nächsten und arbeiteten jährlich mehr als 5000 Einsätze ab. Festleiter Markus Koller würdigte die Zusammenarbeit der Helfer im Ort, von denen die zuletzt täglich bis zu 40 Leute bei der Organisation mitgearbeitet hatten.

Beim Festumzug durchs Dorf marschierten neben 54 Vereinen auch Landrätin Tanja Schweiger und Finanzminister Albert Füracker mit. Neben der Festkapelle Oberpfraundorf gaben die Blaskapelle Duggendorf und Kolpingsblaskapelle Hohenfels den Takt an. Optischer Höhepunkt waren Festmutter Linda Otzelberger und ihre zehn Festdamen in lila Gewändern. Für einen zünftigen Festausklang sorgte dann die Stimmungsmusi Ö’ha.

Das sagt die Politik

Peter Aumer: 125 Jahre Bestehen seien ein Grund zu feiern, betonte der Bundestagsabgeordnete. Er würdigte besonders den Zusammenhalt des kleinen Dorfes. Alles, was das derzeit auch Jubiläum feiernde Grundgesetz mit seinen Regeln für das Zusammenleben der Menschen ausmache, lebten die Freiwilligen Feuerwehren vor.

Tobias Gotthardt: Der Wirtschaftsstaatssekretär nannte die Feuerwehr ein Paradebeispiel für Verantwortungsfreudigkeit. Die Aktiven würden bei Einsätzen, Aus- und Weiterbildung viel Freizeit opfern und auch die Familienangehörigen den Dienst mittragen. Deshalb gebühre auch ihnen Dank für den stetigen Rückhalt.