Letzter Versuch
TSV Kareth-Lappersdorf will heute Abend endlich ein Top-drei-Team knacken

12.04.2024 | Stand 12.04.2024, 12:19 Uhr |
Gerd Winkler

Auf dem Weg zum Trainerjob: Michael Kirner Foto: ocb

Der um die Aufstiegsrelegation buhlende Fußball-Landesligist TSV Kareth-Lappersdorf (4., 53 Punkte) hat heute Abend um 19 Uhr die letzte Gelegenheit, eine Mannschaft aus den Top drei zu besiegen. Bis dato war das gegen den weit enteilten Spitzenreiter SpVgg Weiden (2:3 und 1:2), den Dritten Sturm Hauzenberg (3:3 und 2:2) und den jetzt zu bespielenden Zweiten TSV Seebach (3:4) nicht gelungen.

Die niederbayerischen Widersacher im Kampf um Rang zwei haben einen beziehungsweise zwei Zähler mehr angehäuft, überdies ein Spiel weniger bestritten als Kareth. Behält Seebach im Sechs-Punkte-Spiel die Oberhand, sind die Lila-Weißen wohl so gut wie raus.
Trainer Michael Kirner interessiert – wie üblich – die Ausgangslage und die Bedeutung des Schlüsselspiels „auch dieses Mal nicht“. Mit den Folgen würde man sich nach dem Spiel beschäftigen.

Turbulentes Hinrunden-Spiel

In der Vorrunde lieferte sich Kareth mit Seebach eine wilde Partie: Binnen 13 Minuten geriet der TSV mit 0:3 in Rückstand (38.), egalisierte innerhalb von 25 Minuten zum 3:3 (75.), um sich doch noch das finale 3:4 (89.) einzufangen. „Die erste Halbzeit war die schlechteste in der Saison, die zweite Halbzeit die beste“, erinnert sich Kirner. „Das Rückspiel wollen wir auf unsere Seite ziehen, die Qualität haben wir“, sagt der scheidende Coach. Die Qualität ist heuer in der Breite so umfänglich, wie noch nie zu Landesliga-Zeiten seit der Jahrtausend-Wende. Hinzu kommt, dass sich das Verletzungspech zu diesem Zeitpunkt in nie gekannten Grenzen hält. Fallen vom inneren, 17-köpfigen Zirkel an Feldspielern wie gegen Seebach Joe Ebert und Thomas Schmidt sowie der langzeitverletzte Michael Gröschl aus, muss sich Kirner keinen Kopf machen: Kein Qualitätsverlust in der Startelf und auf der Bank sitzen noch weitere vier schlagkräftige Spieler. Inklusive der auf Augenhöhe befindlichen Torhüter Thomas Rachner und Sebastian Peter haben übrigens alle für die kommende Saison verlängert.