Kultur und Soziales
Ukrainische Künstler verzaubern Zeitlarn: Benefizkonzert für Kinder-Rehazentren und Grundschule

19.05.2024 | Stand 19.05.2024, 10:00 Uhr
Peter Czommer

Aus der Ukraine nach Zeitlarn: die Künstler Ruslan Zinevych, Hanna Filatova, Alina Tkachuk, Maryana Chernoshtan und Oleksdr Forkushak Foto: Peter Czommer

Stimmgewaltige Arien, zarte Liebeslieder, heitere Volkslieder und rhythmischer Sound der Stilrichtungen Klassik, Jazz, Ethno und Fusion der ukrainisch-deutschen Gruppe Bass & Bus zogen am Zeitlarner Bräuberghang empor.

„Kraftvolle und lupenreine Stimmen aus der Ukraine“, wie Bernhard Müllner, 1. Tenor beim MGV Zeitlarn , nach dem dreistündigen Konzert anmerkte.

Gemeinde und Pfarrei hatten zu einem Benefizkonzert ins Pfarrheim eingeladen. Bürgermeisterin Andrea Dobsch und Pfarrer Josef Schießl hießen die Künstler herzlichen willkommen und begrüßten die Gäste, darunter Stellvertretenden Landrat Willi Hogger, die Regensburger Stadträtin Bernadette Dechant, Stellvertretenden VKKK-Vorsitzender Günther Lindner und VKM-Vorsitzende Christa Weiß. Das Reha-Zentrum für krebskranke Kinder und das Projekt Theo sind, wie die Rathauschefin immer wieder schwärmte, „die Zeitlarner Leuchtturm-Projekte“. Josef Schießl wünschte viel Freude, denn: „Musik lässt die Herzen höher schlagen“. Beide dankten den Protagonisten vorweg für ihren ehrenamtlichen Auftritt. Und das Publikum dankte am Ende der Präsentation mit stehenden Ovationen. Die Spenden gehen an die Rehazentren vom VKKK und VKM und die Grundschule Zeitlarn.

Die Künstlern absolvierten Ausbildungen an exzellenten Konservatorien und Akademien in Odessa, Charkiw und Kiew und gewannen zahlreiche internationale Preise. Sie präsentierten berühmte Arien, zum Beispiel „Figaros Aria“ aus „Der Barbier von Sevilla“ mit Tenor Ruslan Zinevych, aus Franz Lehars „Land des Lächelns“ die Arie „Dein ist mein ganzes Herz“ mit Bariton Oleksandr Forkushak sowie aus Bizets „Carmen“ das Lied„Segudilla“ mit Hanna Filatova, „Il Bacio“ von Luigi Ardith mit der eigens aus Berlin angereisten Alina Tkachuk oder romantische Melodien wie „Be my love“ aus der Oscar-nominierten Filmmusik von „Der Fischer von Louisiana“.

Die Protagonisten bezogen zusammen mit der Pianistin Olga Filarova und Dmytro Amstibovskii an der Violine das Publikum in ihre Präsentationen ein. Mezzosopranistin Hanna Filatova zum Beispiel riss bei ihrem ukrainischen Lied eines karpatischen Bergvolkes „Oj ja znaju“ das Publikum zum rhythmischen Händeklatschen mit. Sopranistin Mariana Chernoshtan spähte schon während ihrem „Schwipslied“ aus Johann Strauss’ „Eine Nacht in Venedig“ den Regendorfer Peter Poth als „Opfer“ aus und animierte ihn spontan zu einem Tänzchen.

Moderatorin Nina Galushko-Jäckel führte souverän durch das Konzert. Initiatoren sind Geschäftsmann Dimitri Korsai, der seit 1995 in Regensburg lebt, und die Zeitlarner Rathauschefin Dobsch. Beide lernten sich im Rahmen der Ukraine-Hilfe kennen. Nach Beginn des Krieges nahm Korsai Kontakt mit Ruslan Zinevych auf, und sie beide holten mit Unterstützung der Stadt die Künstler nach Regensburg. Sie wollen in Zukunft zusammen weitere Konzerte in Deutschland geben.