Duelle gegen Briten und die USA
Wörths Coach Helmut Bedö und seine besonderen Erlebnisse mit der Bundeswehr-Nationalmannschaft

19.06.2024 | Stand 19.06.2024, 15:22 Uhr |
Markus Schmautz

Wörths Trainer Helmut Bedö ist auch mit der Militär-Nationalmannschaft unterwegs. Foto: ofa

Vergangenen Donnerstag startete der TSV Wörth mit seinem Trainer Helmut Bedö in die Vorbereitung für die neue Saison in der Kreisliga 1 im Fußballkreis Regensburg. Die Tage zuvor war der Wörther Chefcoach in anderer Mission unterwegs. Der Berufssoldat ging zum dritten Mal als Mannschaftsarzt und Co-Trainer mit der Bundeswehr-Nationalmannschaft auf Reisen.

Dabei wurden Länderspiele gegen Militär-Auswahlen aus Großbritannien und den USA ausgetragen. „Gegen Großbritannien durften wir uns über einen Doppelsieg freuen. Die Männer gewannen 3:1, die Frauen 1:0“, blickt Dr. Helmut Bedö, seines Zeichens Oberfeldarzt bei der Bundeswehr zurück.

100 Jahre nach dem ersten Weltkrieg

Erstmals mit dabei war der A-Lizenz-Inhaber 2018. „Einmal im Jahr tritt unsere Mannschaft gegen Großbritannien an. Dies hat seinen Ursprung im Jahr 1918, also im ersten Weltkrieg, als an Weihnachten bei einem Waffenstillstand deutsche und britische Streitkräfte zwischen den Schützengräben ein Fußballspiel ausgetragen haben“, erklärt Bedö, der beim 100-jährigen Jubiläum des „Game of Remembrance“ mit dabei war. „Dabei traten Soldaten beider Streitkräfte im Stadion von Nottingham Forest gegeneinander an. Sport verbindet. Natürlich bietet dieses jährliche Ereignis eine tolle Möglichkeit, mit verbündeten Streitkräften in den Austausch zu kommen, sich besser kennenzulernen“, so Bedö.

Die Spiele gegen Großbritannien fanden am Tag der Bundeswehr in der Nähe von Bielefeld am Standort Augustdorf statt. Rund 30000 Besucher kamen zu dem Ereignis. Dazu ging es in der Lucius D. Clay-Kaserne in der Nähe von Wiesbaden gegen die USA. Dort befindet sich die europäische Kommandozentrale der amerikanischen Streitkräfte für Europa. In der Clay-Kaserne sind mehr als 12000 US-Soldaten stationiert. Das deutsche Team entschied den Vergleich mit 4:0 für sich.

Die Bundeswehrnationalmannschaft der Männer reiste mit einem Kader von 23 Spielern an. „Das Niveau der Mannschaft ist mit dem der Bayernliga oder anderen Oberligen Deutschlands zu vergleichen. Vom Regionalligisten TSV Aubstadt war zum Beispiel Keeper Maximilian Weisbäcker dabei“, erklärt Bedö. Teammanager und Trainer der Bundeswehr-Fußball-Nationalmannschaft (BFN) ist Oberstabsfeldwebel Olaf Bahne. Zum Trainerstab gehört zudem der Ex-Bundesliga-Profi Oliver Unsöld, der aktuell das Nachwuchsleistungszentrum des Zweitliga-Aufsteigers SSV Ulm leitet.

Gutes Mittel, um Brücken zu bauen

Für Helmut Bedö sind die sportlichen Treffen mit anderen Streitkräften immer etwas Besonderes. „Es war natürlich wieder ein tolles Erlebnis. Wieder wurde deutlich, dass der Sport ein gutes Mittel darstellt, um Netzwerke auszubauen und Brücken zu schaffen."