Alle Vorstellungen sind ausverkauft
Außen wie innen ein Wintermärchen: Theaterbühne Schwandorf führte „Hänsel und Gretel“ auf

03.12.2023 | Stand 03.12.2023, 15:04 Uhr

Die beiden Kinder sammelten die Steinchen ein, die ihnen den Weg nach Hause weisen sollten. Foto: Dietmar Zwick

Am Samstag verwandelte sich die Landschaft in ein natürliches Wintermärchen. Ein schauspielerisches Wintermärchen gab es hingegen mit Hänsel und Gretel von den Gebrüdern Grimm, das von der Theaterbühne Schwandorf aufgeführt wurde.

Mit den Laienschauspielern konnte man wie alle Jahre in der Vorweihnachtszeit in die Felsenkeller hinabsteigen, wo die Theaterbühne seit vielen Jahren die Kinder, aber auch die Erwachsenen begeistert. Bereits nach vier Tagen waren die mehr als 300 Karten für die insgesamt zehn Vorstellungen ausverkauft.

Von Regisseurin begrüßt

Vom Brunnen am oberen Marktplatz, dem Treffpunkt, ging es in Schwandorfs Unterwelt, in der sie von Regisseurin Manuela Pürzel-Lehner, die ebenso die Erzählerin war, begrüßt wurden. Zunächst fragte sie die Kinder, wer das Märchen kenne und worum es dabei gehe? Ganz schüchtern antwortete ein Kind, dass Gretel die Hexe in den Ofen schubsen würde. Warum macht die so etwas, war die nächste Frage? Das Kind sagte, weil die Hexe den Hänsel gefangen habe.

Auch wenn fast alle das Märchen kannten, wurde es dennoch eine tolle Überraschung, denn die jungen Schauspieler mimten ihre Charaktere authentisch und überzeugten Groß und Klein.

Im ersten Keller wartete Gretel auf Hänsel und zitterte so vor Angst, dass sie den Faden nicht in die Nadel bekam. Als Hänsel dann kam, sagte sie, dass sie so Angst gehabt habe und fragte, wo er so lange gewesen sei? Hänsel erklärte ihr, dass es eben dauere bis man viel Reisig für die Besen gefunden habe. Und Gretel fragte, ob er noch etwas zum Essen dabeihabe? Hänsel verneinte. Dann kamen Vater und die Stiefmutter, die mit einem üblen Plan aufwartete. Weil Vater fast keine Besen verkaufte, haben sie nichts zu Essen und darum müssten die Kinder weg. „Wir werden sie in den Wald hinausführen, so dass sie nicht mehr zurückfinden“, sagte die Stiefmutter. Doch Hänsel hörte es und wusste sich zu helfen.

Brotkrümel ausgelegt

Die Eltern brachten die Kinder in den Wald hinaus, doch Hänsel legte Steinchen aus, damit sie den Rückweg wieder finden konnten, was auch gelang. Die Eltern waren ganz überrascht als beide wieder zu Hause ankamen. Am nächsten Tag wurden Hänsel und Gretel in einen anderen Wald gebracht. Doch auch diesmal wusste sich Hänsel zu helfen und legte Brotkrümel, die den Rückweg weisen sollten, aus. Doch sie rechneten nicht mit den Vögeln, die sie ihnen auffraßen. Dann kamen sie an ein Häuschen mitten im Wald und trafen auf die Hexe. Und dann...?

Am Ende durften die Kinder die Lebkuchen vom Hexenhäuschen abnehmen und applaudierten für das wunderbar inszenierte Märchen in der Schwandorfer Unterwelt.