Energie
Bayernwerk bei Stromnetz-Erweiterung in Schwarzenfeld im Zeitplan – Inbetriebnahme im Frühjahr

08.11.2023 | Stand 08.11.2023, 19:00 Uhr

Leistungsstarke Mittelspannungskabel verlegt die Bayernwerk Netz GmbH entlang der Staatsstraße St2156, hier bei Grafenricht. Die Maßnahme ist Teil eines großen Vorhabens zwischen dem Schalthaus Buchtal und dem Umspannwerk Schwarzenfeld. Foto: Katharina Ziegler

Die laufenden Bauarbeiten zur Erweiterung des Stromnetzes in Schwarzenfeld liegen im Zeitplan. Die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) hat seit dem offiziellen Spatenstich im Juli schon mehr als die Hälfte der neuen Erdkabel verlegt, die künftig das Umspannwerk Schwarzenfeld mit dem Schalthaus Buchtal verbinden werden.

Das Projekt soll im Frühjahr 2024 abgeschlossen sein, teilte das Bayernwerk mit. „Mit der Maßnahme machen wir das Netz fit für die kommenden Jahre. Wir steigern die Versorgungssicherheit und erweitern die Leistungsfähigkeit im Hinblick auf den steigenden Bedarf“, erläuterte Netzbauleiter Tobias Henfling vom Bayernwerk-Kundencenter Schwandorf. Das Netzbau-Projekt in Schwarzenfeld ist ein wichtiger Schritt für die Energiezukunft.

Die Energiewende und der Anschlussboom von Photovoltaikanlagen sind der Anlass für die neue Mittelspannungsverbindung. Auch der Strombedarf wächst künftig, etwa durch den zunehmenden Einsatz von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen. Die gesamte Stromleitung verläuft in Zukunft rund 6,5 Kilometer unter der Erde.

Techniker verbinden derzeit die einzelnen Bauabschnitte

Derzeit verbinden die Techniker die einzelnen Bauabschnitte. Noch in diesem Jahr soll so die Leitung an das Schalthaus Buchtal angeschlossen werden. Anfang kommenden Jahres folgt die Anbindung des Umspannwerks in der Sandstraße am Rande des Sportparks und der Bahnlinie. In den kommenden Wochen findet die Querung der Staatsstraße St2156 mittels Spülbohrtechnik statt.

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Ein Spezialgerät bohrt und spült einen Bohrkanal, in dem anschließend Leerrohre verlegt werden. Die Spülbohrung führt die Firma Streicher aus. „Mit dem Spülbohrverfahren queren wir Straßen, Flüsse, Gleise oder natürlich anspruchsvolles Gebiet. So halten wir die Eingriffe in die Natur gering und vermeiden Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen“, erklärte Simon Schlagenhaufer, Projektmanager am Kundencenter Schwandorf.

Auch eine weitere Netzbautechnik kam zum Einsatz. Mit einem Kabelpflug wurden Teile der Mittelspannungsleitungen schonend in die Erde eingebracht. Das Bayernwerk wendet für die Stärkung des lokalen Stromnetzes rund 2,1 Millionen Euro auf. Nach Abschluss aller Bauabschnitte soll die Leitung voraussichtlich im Mai 2024 in Betrieb gehen.

„Wir befinden uns mitten in einer historischen Transformation der Energieversorgung“, erklärte Tobias Henfling. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen bis 2030 in Bayern die Hochspannungs-, Mittelspannungs- und Niederspannungsnetze umfassend ertüchtigt und ausgebaut werden.

Daten zur Energiewende

Anschlüsse: Rund 425.000 dezentrale Einspeiser von Erneuerbarer Energie hat das Bayernwerk nach eigenen Angaben bereits ans Netz angeschlossen, darunter überwiegend Photovoltaikanlagen, und die Zahl steigt.

Kosten: Insgesamt investiert das Bayernwerk 2023 rund 790 Millionen Euro in den Netzausbau, deutlich mehr als in den zurückliegenden Jahren. Der Verteilnetzbetreiber rechnet im Zeitraum 2021 bis 2024 in Summe mit einem Investitionsvolumen von rund 2,9Milliarden Euro.