Fortschritte am Eixendorfer Stausee
Beim Neunburger Fischereiverein läuft es wieder rund: Jürgen Strasser ist endgültig Vorsitzender

03.03.2024 | Stand 03.03.2024, 19:00 Uhr
Ralf Gohlke

Im Rahmen des Jahreshauptversammlung wurde eine Reihe von Mitgliedern für ihre Treue geehrt. Mit dabei waren Bernd Spott und Josef Stengl (3. und 4. v. r.). Sie wurden für 60 Jahre mit dem „goldenen Hecht“ ausgezeichnet. Foto: Ralf Gohlke

Jürgen Strasser vertritt nun endgültig als neuer Vorsitzender den Fischereiverein. In der Jahreshauptversammlung am Samstag votierten 100 der 101 anwesenden Wahlberechtigten in offener Abstimmung für ihn.

Als sein Stellvertreter erhielt Andreas Maurer in Abwesenheit ebenfalls das uneingeschränkte Vertrauen der Mitglieder. Mit jeweils einer einzigen Gegenstimme konnten alle gut leben. Nach dem überraschenden Rücktritt des ehemaligen Vorsitzenden Michael Throner im Rahmen der Herbstversammlung 2023 war Strasser zwar bereits neu gewählt worden, aber das Registergericht erkannte die Wahl wegen eines Formfehlers bei der Einladung zur Versammlung nicht an.

Daher wurde nun eine Nachwahl erforderlich. In seinem kurzen Bericht stellte Strasser erfreut fest, dass der Stand der Mitglieder mit insgesamt 492 konstant geblieben sei. Er listete die aktuellen Zahlen der ausgegebenen Erlaubnisscheine auf, die vor allem für den Bereich des Eixendorfer Stausees leicht rückläufig waren. Der Grund dafür war Absenkung des Sees wegen einer Baumaßnahme. Dafür waren mehr Karten für die Ascha ausgegeben worden.

Müll im Uferbereich sorgt für Ärger



In dem Zusammenhang bedauerte der Vorsitzende die zögerliche Rückgabe der Tageskarten als Fangnachweise, da diese allein die Grundlage zur Datenerhebung für die Pflege des Fischbestandes lieferten. Ebenso stellte er mit Bedauern fest, dass der Müll im Uferbereich immer noch ein Ärgernis sei.

Den Sachstand zur Baumaßnahme erläuterte Christian Götz vom Wasserwirtschaftsamt. Mit dem Deckel für das neue Entnahmebauwerk seien die Zielsetzungen im Dezember weitgehend erreicht worden.

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Bei dem Hochwasserereignis kurz vor Weihnachten konnten die Unterlieger wieder auftragsgemäß geschützt werden. Eine Räumung der Baustelle sei trotzdem nicht erforderlich gewesen. Götz kündigte zum weiteren Vorgehen den Einbau der Elektronik und Hydraulik sowie der Rechenreinigungsanlage an. Spätestens im Mai solle wieder der normale Staustand erreicht werden.

Erkundigung der behindertengerechten Angelplätze



Parallel zum Abschluss der Arbeiten laufe die Antragstellung für die Betriebserlaubnis beim Landratsamt. Bereits für die kommende Woche kündigte Götz einen Erkundungstermin für die geplanten behindertengerechten Angelplätze in Zusammenarbeit mit dem Verein an.

Einen Schwerpunkt seiner Ausführungen legte Thomas Ring, Leiter der Fachberatung für Fischerei bei der Regierung der Oberpfalz, auf sogenannte Neobiota, diese, hier nicht heimischen, Tierarten wurden von Außen eingeschleppt oder ausgesetzt.

Dazu zähle die Wollhandkrabbe ebenso wie die Moostierchen, der Drachenwels oder der Marmorkrebs. Meist gehen von ihnen Gefährdungen für die einheimische Tierwelt aus.

Erinnerung an Einhaltung des Hegeziels



Er streifte ferner das Wasserrechtsverfahren zur Oberflächenentnahme, bei der Grenzwerte zur Erwärmung bei den Unterliegern einzuhalten seien. Dem Verein empfahl er zudem, das Hegeziel zur Entnahme von drei Tonnen Weißfisch einzuhalten.

Im Vorjahr, so ergänzte Strasser, seien Dank der rund 100 Teilnehmer und Helfer beim Hegefischen sogar knapp 4,7 Tonnen entnommen worden. Eine positive Bilanz zog Andreas Jauernig für die Vereinsjugend. Sie bestehe aus 24 Mitgliedern zwischen elf und 17Jahren. Neben verschiedenen Aktivitäten sei das Projekt der Aufzucht von Forellen ein Höhepunkt des Jahres gewesen.

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Ganzjährig sei die Brut kontrolliert und auch mit Unterwasseraufnahmen dokumentiert worden. Im Verbund mit dem Neunburger Arbeitskreis Biodiversität seien ältere Nistkästen repariert, und neue gebaut worden, die demnächst wieder ausgebracht werden sollen.

Neben ihrer Aufgabe als Leiterin des Wahlausschusses, würdigte die 2. Bürgermeisterin Margit Reichl (CSU) die Arbeit des Vereins im Sinne der Pflege der Landschaft rund um den Stausee und des Sees selbst. Zusammen mit Strasser nahm sie schließlich die Ehrungen für langjährige Mitglieder vor.