Markt schließt Glasfaserlücken
Breitbandausbau in Schwarzhofen schreitet voran – Die fehlenden 17 Anwesen kommen ans Netz

15.06.2024 | Stand 15.06.2024, 11:00 Uhr |

Auch in einigen Straßenzügen von Zangenstein werden noch Kabel verlegt. Bürgermeister Maximilian Beer (4. v. l.) sowie Vertreter der Telekom, der Firma Kollmer Bohr- und Tiefbau GmbH und der Verwaltung gaben den Startschuss. Foto: Franz Stockerl

Der Markt Schwarzhofen setzt weiter auf den Ausbau der Glasfaserversorgung im Markt. In allen 24Gemeindeteilen des Marktes sind nur noch 17 Anwesen, die unter 30 Mbit/s im Download an Breitbandversorgung haben.

Diese Anwesen, gerade in Meischendorf, Altenhammer, Holzhof, Einzelgehöfte in Uckersdorf und Demeldorf, wie auch Anwesen in Teilen von Zangenstein werden zusammen mit einigen Straßenzügen in Zangenstein (u.a. Ernst-Hanauer-Straße, Zellweg, Birkenweg, Lindenstraße, Zengerweg) nun direkt an das Glasfasernetz angeschlossen.

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Auch werden die in diesem Bereich befindlichen landwirtschaftlichen Gehöfte und die großen Gewerbebetriebe EMZ Hanauer in Zangenstein und die Tiefbaufirma Seebauer in Girnitz aufgrund der dort verarbeiteten großen Datenmengen direkt an das Glasfasernetz angeschlossen.

„Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute so wichtig wie Straßenanbindung, Gas, Wasser und Strom“, betont Bürgermeister Maximilian Beer in einer Pressemitteilung des Markts.

Der geförderte Anschluss ist für die Hausbesitzer völlig kostenlos, und es besteht keine Verpflichtung zum Abschluss eines Telekommunikationsvertrags. Daneben bietet die Telekom entlang der geförderten Glasfaserleitung (Teile der Ernst-Hanauer-Straße, ganz Uckersdorf, Teile von Girnitz) einen sogenannten „eigenwirtschaftlichen Ausbau“ an. Das bedeutet, dass die Telekom neben den vertraglich festgelegten und geförderten Adressen noch einzelne Anwesen, die entlang der geförderten Strecke liegen, auf eigene Kosten und ohne Beteiligung des Marktes oder Staates mit ausbaut, soweit dies förderrechtlich zulässig ist und die Kapazitäten der bestehenden Glasfaser-Infrastruktur das ermöglichen. Diese Haushalte bekommen einen Glasfaseranschluss bis ins Haus, wenn sie dies möchten.

Der finanzielle Aufwand des Marktes wird bei rund 813000Euro liegen. „Es ist sehr viel Geld, das wir in die Zukunft investieren“, so Beer. Das aktuelle Förderprogramm des Freistaates Bayern, die Bayerische Gigabitrichtlinie, und die Vorteile einer interkommunalen Ausschreibung zusammen mit den Nachbarkommunen Dieterskirchen und Thanstein seien aber ein finanzieller Segen, so Beer.

Der Breitbandausbau durch die Firma Kollmer Bohr- und Tiefbau GmbH hat bereits begonnen und wird bis Jahresende abgeschlossen sein. Zurzeit wird im Ortsteil Zangenstein ausgebaut. In weiteren Schritten werden die Ernst-Hanauer-Straße mit den Nebenstraßen und Meischendorf, Uckersdorf, Höfen bei Uckersdorf, Holzhof, Altenhammer und Girnitz an das Glasfasernetz angeschlossen.