Gewalttat am helllichten Tag
Burglengenfeld: Afghanen (18) mit Messer bedroht und niedergeschlagen – Polizei sucht Zeugen

18.06.2024 | Stand 18.06.2024, 14:16 Uhr |

Etwa in diesem Bereich sollen mehrere junge Syrer einen gleichaltrigen Afghanen bewusstlos geprügelt haben. Als die Polizei auftauchte saßen mehrere Verdächtige auf einer Bank. Foto: Thomas Rieke

Beamte der Polizeiinspektion Burglengenfeld ermitteln derzeit in einem Fall der gefährlichen Körperverletzung unter jungen Flüchtlingen. Die Tat soll sich bereits am vergangenen Donnerstag (13. Juni) gegen 17.50 Uhr im Bereich zwischen dem Rathaus und der Pithiviersbrücke ereignet haben.

Wie Hauptkommissar Florian Beck berichtet, war zur genannten Zeit gerade eine Funkstreife, vom Marktplatz kommend, in Richtung Teublitz unterwegs. Im Bereich der Pithiviersbrücke wurde sie von Passanten herangewunken. Am Boden lag ein verletzter und immer wieder bewusstlos werdender 18-jähriger Afghane. Nach ersten Angaben war der junge Mann kurz zuvor von mehreren Männern zusammengeschlagen worden.

Das Krankenhaus wieder verlassen

Der Rettungsdienst brachte ihn in ein Krankenhaus, das er am Freitag wieder verlassen konnte. In Tatortnähe wurden drei Verdächtige angetroffen. Es handelte sich laut Beck um Syrer im Alter von jeweils 18 Jahren. Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren sogar sechs Personen an den Aggressionen gegenüber dem 18-Jährigen beteiligt. Er soll zunächst unter Vorhalt eines Messers vom Rathaus zur Brücke dirigiert und dort geschlagen worden sein.

Vier Tatverdächtige, so berichtet Beck weiter, leben gemeinsam mit dem 18-Jährigen in einer Burglengenfelder Unterkunft. Dort soll es nach Informationen der MZ schon öfter zu Streitigkeiten zwischen den Bewohnern gekommen sein. Zwei weitere Tatverdächtige sind namentlich noch unbekannt und waren vermutlich aus Regensburg angereist.

Was war der Grund für die Aggression?

Was genau die Ursache für die aktuelle Straftat gewesen ist, muss noch ermittelt werden. Die Polizeiinspektion ist zur Klärung auf Hinweise angewiesen. Ersthelfer und Zeugen des Vorfalls sollten sich umgehend unter der Telefonnummer (09471) 70150 oder persönlich in der Dienststelle melden. Aufgrund der Tageszeit und der stark frequentierten Örtlichkeiten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Passanten das Geschehen beobachtet haben.

ht