Jahreshauptversammlung
Die Jagdgenossenschaft Fischbach beschäftigen Probleme mit Wildgänsen und Bibern

07.12.2023 | Stand 07.12.2023, 19:00 Uhr

Der Biber macht den Jägern zu schaffen. Symbolbild: Patrick Pleul, dpa

Die Jagdgenossenschaft Fischbach traf sich kürzlich im Gasthaus Roidl zur Jahreshauptversammlung. In seinem Bericht blickte Vorsitzender Hans-Peter Nerl auf das vergangene Jahr zurück.

Der Wildschaden im Jahr 2023 bezifferte er auf insgesamt 640Euro, was an fünf Geschädigte ausgezahlt wurde. Zum Schutz des Saatmaises vor Schwarzwild werde der Bestand von Eukalyptusöl auf fünf Liter aufgestockt. Kassier Gerhard Heindl verlas den Kassenbericht, der von Kassenprüferin Maria Wagner bestätigt wurde. Die Entlastung erfolgte einstimmig.

Bei der Abstimmung über den Pachtzins wurde einstimmig beschlossen, dass dieser heuer erneut zurückgestellt werde. Auch über die Jägerschaft berichtete Nerl den Anwesenden. Ein Jungjäger sei dazugekommen und der Kitzrettungsverein Fischbach wurde gegründet. So wurden die Wiesen mit der angeschafften Drohne abgeflogen und etwa 20 Kitze gerettet. Die gesamte Jägerschaft unterstütze das Vorhaben mit der Mitgliedschaft im Kitzrettungsverein.

Schwarzwild macht sich am Mais zu schaffen



Das Schwarzwild habe sich ab August an den Maisflächen zu schaffen gemacht. Das unregelmäßige Auftauchen der Sauen gestaltete die Bejagung zeitaufwändig. In 120 Stunden Ansitz wurden nur zwei Schwarzkittel zur Strecke gebracht. Ebenfalls ein Problem seien die hohen Wildgansbestände, welche die Maissaat als Nahrungsquelle entdeckt hätten und sich im Gegensatz zu den Wildschweinen nicht vom Geschmack des Eukalyptusöls vertreiben ließen.

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Bei der unteren Jagdbehörde wurde die Verkürzung der Schonzeit bewirkt. Jetzt würde sie intensiv bejagt und insgesamt 14 Gänse seien zur Strecke gebracht worden. Schwierigkeiten machten auch die sehr häufig auftretenden Biber im Bereich der Fischzuchtteiche. Pächter Bernhard Dobler habe hier eine befristete Genehmigung bis 2026 zum Abschuss oder Lebendfang erwirkt.

Der Kitzrettungsverein soll mit der Anschaffung einer Software zur Unterstützung für die Schadensermittlung bei Wildschäden unterstützt werden, wobei den Hauptnutzen die Jagdgenossenschaft hat. Nerl erklärte kurz die Funktionsweise der Software. Die Jagdgenossenschaft möchte die Hälfte der 240 Euro Anschaffungskosten tragen. Diesen Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt. Eine vertragliche langfristige Zusammenarbeit mit dem Kitzrettungsverein wird folgen.

Bilanz des Jagdjahres gezogen



Im vergangenen Jagdjahr 2022/23 wurden im Fischbacher Revier folgendes Wild zur Strecke gebracht: 18 Stück Rehwild, davon fünf Stück Fallwild durch Verkehrsunfälle, 18Stück Schwarzwild, ein Dachs, drei Graureiher, ein Fischotter (Fallwild), neun Feldhasen (zwei Fallwild), zwei Fasane, fünf Rabenkrähen, drei Graugänse, eine Nilgans, acht Füchse (ein Fallwild), ein Steinmarder (Fallwild), ein Baummarder (Fallwild) und ein Iltis (Fallwild). Im Jagdjahr 23/24 wurden bisher zehn Rehe erlegt und fünf durch Verkehrsunfälle getötet. Beim Schwarzwild konnten bisher fünf Stück erlegt werden, von denen eins verstrahlt war.