Kerngesunder Baum
Die mächtige Roteiche am Premberger Friedhof soll ein Naturdenkmal werden

09.12.2023 | Stand 09.12.2023, 15:00 Uhr

An der riesigen Krone nahm Leonhard Gref eine Teileinkürzung vor und entfernte überlastige sowie dürre Äste entfernt werden. Kirchenpfleger Albert Schlüter beobachtete die Arbeiten. Foto: Artmann

Eine mächtige amerikanische Roteiche ist das Markenzeichen des Premberger Friedhofs. Die Kirchenverwaltung will einen Antrag stellen, dass der beeindruckende Baum in die Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Schwandorf aufgenommen wird.

Regelmäßige Erhaltungsmaßnahmen am Premberger Friedhof sind für die Kirchenverwaltung und Kirchenpfleger Albert Schlüter ein großes Aufgabenfeld. Anfang der Woche standen wieder Arbeiten an. Zwei Männer von der Baumpflegezentrale Burglengenfeld nahmen Sicherungsmaßnahmen an der großen amerikanischen Roteiche neben dem Leichenhaus vor.

Das könnte Sie auch interessieren: Restaurierung soll wertvolle Orgel in neuem Glanz erstrahlen lassen

Leonhard Gref, Inhaber der Baumpflege-Zentrale, erklärte dazu, dass an der mächtigen Krone der Roteiche eine Teileinkürzung vorgenommen und überlastige sowie dürre Äste entfernt wurden. Damit soll der prächtige Baum mit einem Stammdurchmesser von 2,20 Meter und einer Höhe von rund 25 Meter an das Umfeld auf dem Friedhof angepasst werden. Die Kosten für den Baumschnitt übernimmt die Kirchenverwaltung Premberg.

Der Baum ist kerngesund

Der Baum dürfte laut Gref seine absolute Höhe und Breite der Krone erreicht haben, jedoch nicht das maximale Stammwachstum. „Ein solches kerngesundes Naturwunder hat auch die Aufgabe, dass Mensch und Natur zusammenpassen und das Ortsbild geprägt wird“, stellte Leonhard Gref fest.

Er schlug vor, für die Roteiche einen Antrag auf Aufnahme in die Liste der Naturdenkmäler beim Landratsamt zu beantragen. Nach Aussage von Kirchenpfleger Schlüter wird die Kirchenverwaltung diesen Antrag in nächster Zeit stellen.

Das könnte Sie auch interessieren: Fromme Wünsche und leise Kritik: Die Stadtratsfraktionen in Teublitz blickten auf das Jahr 2023

In der Friedhofchronik ist vermerkt, dass die amerikanische Roteiche im Jahre 1962 durch den damaligen Pfarrer Johann Gruber neben dem Leichenhaus gepflanzt wurde. In den vergangenen 50 Jahren hat sie sich sehr gut entwickelt und ist zu einem Markenzeichen und zum Aushängeschild des katholischen Friedhofs in der Pfarrei St. Martin geworden.

Bis zu 400 Jahre alt

Für die Friedhofsbesucher ist der große Baum in der Sommerzeit ein willkommener Schattenspender. Die amerikanische Roteiche, auch Rot-Eiche oder Amerikanische Spitzeiche genannt, erreicht meist Wuchshöhen von 20 bis 25 Metern, mitunter bis zu 35 Metern. Eine amerikanische Roteiche Sie kann bis zu 400 Jahre alt werden. Sie ist überaus schnellwüchsig. Bei jungen Bäumen werden bisweilen Jahrestriebe von 2,5 Meter Länge beobachtet. Die Roteiche bildet eine runde Baumkrone aus.