Musik, Film und Führungen
Ein bunt blühender Kulturkalender in Schwandorf für den Monat März

04.03.2024 | Stand 04.03.2024, 11:00 Uhr

Der Schwandorfer Klavierfrühling vom 8. bis 17. März steht unter dem Motto „Ungarn“. Foto: Akiko Zhang



Kulturfreunde aufgepasst! Der März ist in Schwandorf gespickt mit Höhepunkten der unterschiedlichsten Art. Nachfolgend bietet die Mittelbayerische Zeitung in Zusammenarbeit mit dem städtischen Amt für Kultur und Tourismus einen Überblick.

Der Tipp des Monats ist der Klavierfrühling vom 8. bis 17. März, der unter dem Motto „Ungarn“ stehth. Das Eröffnungskonzert (8. März, 19 Uhr) gestalten Yaxiang You und Wolfgang Manz, zur Sonntagsmatinee am 10. März lädt Kurt Seibert, und beim Abschluss- und gleichzeitig dem dritten „All Ingharese“-Konzert spielen Christian Seibert und Jung Won Seibert-Oh.

Am 9. März präsentieren Geiger Max Grosch, Pianist Jan Eschke und Kontrabassist Sven Faller „Hungarian Jazz Dance“. Das zweite Wochenende beginnt mit der Pianistin Nicole Rudi (Foto: Akiko Zhang), die ihr Konzert Franz Liszt und seiner Italienreise widmet. Beim Familienkonzert (16. März, 16 Uhr) mit Christian Seibert und Friederike Biermann geht es unter dem Titel „mit Liszt und Tücke“ auf eine tanzende Reise durch Ungarn.

Kurzinfo: Oberpfälzer Künstlerhaus, Fronberger Straße 31, Programm unter www.kebbelvilla.de, Preisinformationen und Karten unter www.okticket.de, Veranstalter: Oberpfälzer Künstlerhaus.

KUK im Talk: Gespräch mit Gästen aus Kultur und Kunst

Donnerstag, 7. März: Das Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft (KUK) lädt zu einem inspirierenden Abend nach Schwandorf ein. Kreative aus den Bereichen Gaming, Schauspiel, Malerei und Moderation geben Einblicke in ihre Arbeit. Zum Start stellt Volker Dietl das Gaming Festival PixelBlast kurz und knapp vor.

Der Medienfachberater für den Bezirk Oberpfalz berichtet vom letztjährigen Festival an der OTH Amberg und gibt erste Ausblicke für das diesjährige Programm – laut Kulturamt eine großartige Empfehlung für Gaming-Fans und Eltern spielbegeisterter Kids. Anschließend unterhalten sich Anne Schleicher und Verena Fitzgerald mit Gästen zum Thema „(Wie) kann man von Kunst leben?“. Dabei gibt die Schauspielerin und Sängerin Anna Maria Sturm Einblicke in ihren Werdegang und Arbeitsalltag.

Daneben berichtet der junge „Künstler for future“ und Kunstlehrer Georg Lesk von der aktuellen Kunst-Challenge während seiner Elternzeit und erklärt, welche Rolle Social Media für seine Karriere spielt. Zu guter Letzt erzählt die selbsterklärte Rampensau Franzi Glaser, wie sie sich ihren kreativen Traumjob kurzerhand selbst zusammengebaut hat.

Kurzinfo: Café Lawendls, Maximilianstraße 8, Beginn 19Uhr, Dauer eineinhalb Stunden, Eintritt frei, Veranstalter: Kultur- und Kreativwirtschaft Mittlere Oberpfalz e.V.

Wie Ludwig II. Goldkuppeln ins Gebirge brachte

Donnerstag, 14. März: Aus einer Laune heraus wünschte König Ludwig II. Mitte des 19. Jahrhunderts einmal, Bayern gegen ein Land im Orient zu vertauschen. Dazu kam es zwar nicht, aber der bayerische König holte sich mit einer Handvoll teils spektakulärer Bauten den Orient beziehungsweise die Vorstellung davon zu sich nach Oberbayern.

Die in Architektur manifestierte Faszination für Fremdländisches sticht wegen ihrer atmosphärischen Raumerlebnisse unter der Vielzahl weiterer ähnlicher Bauten in Deutschland besonders hervor. Im Vortrag berichtet der Ludwig II.-Biograf und Schlösser-Kenner Marcus Spangenberg über die visionären Pläne des Märchenkönigs, der mit seinen Bauwerken eine einzigartige Verbindung zwischen Orient und Oberbayern schuf, und visualisiert dies an ausgewählten Beispielen. Der Kurs findet als Präsenzveranstaltung sowie online über Zoom statt.

Kurzinfo: vhs, Kirchengasse1, Beginn 19 Uhr, Dauer eineinhalb Stunden, Preis: 15 Euro (ermäßigt elf), Anmeldung unter vhs.schwandorf.de, Veranstalter: Volkshochschule.

Fünf Oktaven: Konzert mit Zed Mitchell und Band

Donnerstag, 14. März: Zed Mitchell ist ein musikalischer Tausendsassa. Seine fünf Oktaven umfassende Stimme macht ihn zu einem Sänger der Extraklasse. Er zählt laut Veranstalter zu den besten Gitarristen in Europa – und blickt als Komponist und Songwriter auf über 20 veröffentlichte Alben zurück. Nun meldet er sich mit Schwung und Heiterkeit mit seinem neuen Album „Ha Ha Ha Ha…..“ zurück.

Es klingt, als schwelge Zed Mitchell in Erinnerungen an tolle Konzerte und volle Clubs. Achtsame Musikliebhaber aber bemerken: In diese Melancholie mischt sich schnell ein frischer Sound, ganz so, als wolle Mitchell seine Fans auffordern, endlich wieder gemeinsame Glücksmomente zu kreieren. Mitchell inspiriert laut Veranstalter mit Musik, die in keine Schublade passt. Mal sanft, dann rockig, dann persönlich, schließlich fetzig bleibt sein Sound immer eines: „ehrliche, handgemachte Musik“, bei der auf jede Nuance geachtet worden ist, die berührt und den Körper in Wallung bringt.

Kurzinfo: Kultur im Felsenkeller, Fronberger Straße 8-6, Beginn 20 Uhr, Dauer zwei Stunden, Preis 19 Euro (ermäßigt 17, AK 22), Karten unter www.okticket.de, Veranstalter: Amt für Kultur und Tourismus.

Film-Dokumentation über die NS-Zeit in Waldmünchen

Donnerstag, 21. März: Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus zeigt die Kebbel Villa gemeinsam mit dem Zwickl.dokumentarfilmfestival den Film 750 und 12 Jahre Waldmünchen der Künstlerin Miriam Visaczki (*1978 in Regensburg). Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch mit Miriam Visaczki unter der Moderation von Anne Schleicher statt.

Die Künstlerin setzt sich mit der nationalsozialistischen Geschichte Deutschlands auseinander, darunter auch der NS-Zeit in Waldmünchen. Aus Zeitzeugenberichten und historischen Dokumenten ist in den Jahren 2006-2008 der Film 750 und 12 Jahre Waldmünchen entstanden. Visaczki lebt und arbeitet in Berlin. Sie wird auch künstlerische Arbeiten und Textbeiträge zeigen, die sich auf den Werkkomplex 750 und 12 Jahre Waldmünchen beziehen. Darunter befindet sich eine mehrteilige Arbeit über den Widerstandskämpfer Johannes Evangelist Lechner, der mehrere Jahre im Zuchthaus und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert war.

Kurzinfo: Oberpfälzer Künstlerhaus, Fronberger Straße 31, Beginn 19:00 Uhr, Dauer 1,5h, Eintritt frei, Veranstalter: Oberpfälzer Künstlerhaus.

John-Garner-Konzert mit Geschichten aus dem Leben

Samstag, 23. März: Die Gewinner der Pro7-Show „My Hit. Your Song.“ sind „on Tour“!
Geboten werden laut Veranstalter dreistimmiger Gesang, treibende Gitarren, pulsierende Drums sowie facettenreiche E-Gitarren-Einlagen, Songs zwischen herzzerreißender Ballade und mitreißendem Folkpop, Hymnen, Lieblingslieder. Innerhalb kürzester Zeit hat sich die deutsche Band John Garner vom kleinen Akustikprojekt zu einer überzeugenden Liveband entwickelt. Mit Spielfreude und Live- Energie erzählen die Augsburger „ehrliche, aus dem Leben gegriffene Geschichten“. Sitzplätze sind bereits ausverkauft, es gibt aber noch Stehplätze an der Abendkasse.

Kurzinfo: Kultur im Felsenkeller, Fronberger Straße 8-6, Beginn 20 Uhr, Dauer zwei Stunden, AK Stehplatz 22 Euro, Veranstalter: Amt für Kultur und Tourismus.

Führung: Dunkle Wolken über der Stadt Schwandorf

Sonntag, 24. März: Dieser Stadtrundgang widmet sich den dunkelsten Kapiteln der Schwandorfer Stadtgeschichte. Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus entstand eine Sonderführung, die sich unter anderem mit dem jüdischen Leben im 20. Jahrhundert beschäftigt, welches von Rassismus und Verfolgung bis hin zur Ermordung während der NS-Zeit geprägt war.

Josef Vitzthum wird die Teilnehmer im Stadtmuseum begrüßen und dort unter anderem die Themen Nationalsozialismus, Verfolgung, Flucht und Vertreibung erläutern. Nach dieser Einführung anhand von Originalzeugnissen geht es durch die Innenstadt. So wird die Führung nicht nur auf den Brandanschlag vom Dezember 1988 am Schlesierplatz eingehen, sondern auch vorbei an Stolpersteinen laufen und hier von diversen Schicksalen jüdischer Bürger berichten.

Kurzinfo: Treffpunkt: Stadtmuseum, Rathausstraße 1, Beginn 14 Uhr, Dauer zwei Stunden, Preis fünf Euro, Anmeldung unter Telefon (09431) 45550, Veranstalter: Tourismusbüro und Stadtmuseum.

Die Goldene Stimme aus Bulgarien: Dilian Kushev

Sonntag, 24. März: Mit mehr als 3000 Kirchenkonzerten in Europa sang sich Dilian Kushev in die Herzen der Zuhörer. Der Profimusiker, Sänger und Produzent kann auf eine beachtliche Karriere zurückschauen. Preisträger war er beispielsweise 2013 beim Musikwettbewerb am Londoner Royal College of Music sowie Silbermedaillengewinner des siebten World Songs Festival.

Dilian Kushevs Markenzeichen ist sein Bariton: tief wie ein Bass, aber auch hell wie ein Tenor. Jeder Auftritt wird mit längeren Texten des Lobes und mit dem Prädikat: „Die goldene Stimme aus Bulgarien“ gewürdigt.

Kurzinfo: Evangelische Erlöserkirche, Bahnhofstraße 1, Beginn 16 Uhr, Dauer eine Stunde, Eintritt frei, Veranstalter: Evangelische Erlöserkirche.