Unterwegs mit Graf Rapoto
Festspielverein Oberviechtach nimmt Jung und Alt mit auf eine Märchen- und Sagenwanderung

10.03.2024 | Stand 10.03.2024, 17:00 Uhr

Jeweils zwei Stunden vor Aufführungsbeginn sind Jung und Alt zum märchenhaften Markttreiben eingeladen. Foto: Bianca Reil

Neue Wege geht der Doktor-Eisenbarth-Festspielverein Oberviechtach in dieser Saison mit einer Märchen- und Sagenwanderung für Klein und Groß. In „Die sagenumwobene Gräfin“ muss Graf Rapoto seine Gemahlin Elisabeth erlösen.

Wobei – der Rundweg durch Oberviechtach, den die Zuschauer zwischen den sieben Szenen zurücklegen, ist streng genommen nicht neu, sondern von „Eisenbarth erleben“ bekannt und bewährt. Aber der barocke Wanderarzt Johann Andreas Eisenbarth taucht in dem Stück „Die sagenumwobene Gräfin“ gar nicht auf. Stattdessen muss Graf Rapoto seine Gemahlin Elisabeth erlösen.

Fünf Aufführungen starten an Fronleichnam

Bianca Reil, die Vorsitzende des Festspielvereins, ist die Autorin von „Die sagenumwobene Gräfin“ und führt bei dem neuen Projekt auch Regie. Die insgesamt fünf Aufführungen finden von 30. Mai (Fronleichnam) bis 2. Juni statt. Seit Januar laufen die Proben. Sie habe für das Stück auf Sagen der Umgebung zurückgegriffen, erzählt Bianca Reil. Die Eröffnung begibt sich etwa auf Burg Murach, deren Audienzsaal kurzerhand auf die Oberviechtacher Kirchentreppe „verlegt“ wird.

Bei einer Audienz des Grafenehepaars von Ortenburg geschieht das Unfassbare: Gräfin Elisabeth wird verflucht – und nur ihr Gemahl, Graf Rapoto, kann sie erlösen. Er muss sich auf eine Heldenreise begeben und taucht dabei in die fantastische Welt von Sagen und Mythen ein. Die Zuschauer nimmt er mit auf seine Reise, die in sieben Szenen zu sechs verschiedenen Bühnen bzw. Spielorten führt. Sie beginnt und endet auf der Kirchentreppe.

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Auch bei „Eisenbarth erleben“ machten sich Zuschauer und Darsteller gemeinsam auf den Weg. Es habe zu „Eisenbarth erleben“ viele positive Rückmeldungen gegeben, so dass sich der Festspielverein für eine Märchen- und Sagenwanderung entschieden hat. Der „kleine, idyllische Rundweg“ ist etwa drei Kilometer lang, weitestgehend flach und auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl zu bewältigen.

Etwa zwei Stunden fiebern die Zuschauer mit Graf Rapoto, der versucht, an die mystischen Steine zu gelangen, die er zur Erlösung von Gräfin Elisabeth benötigt. Dabei spielen Venediger, Schratzln und sogar Riesen eine Rolle. Neben den Darstellern vom Doktor-Eisenbarth-Festspielverein sind auch eine AWO-Tanzgruppe, die Gauklertruppe des Ortenburg-Gymnasiums sowie der Oberviechtacher Spielmannszug dabei. „Die sagenumwobene Gräfin“ will die ganze Familie ansprechen – vom Kind bis zu den Großeltern.

Märchenhaftes Markttreiben als Ergänzung

„Eine schöne, griabige G’schicht“ verspricht Bianca Reil den Teilnehmern an der Märchen- und Sagenwanderung. Die Aufführungen finden am Donnerstag, 30. Mai, um 20Uhr, am Freitag, 31. Mai, um 20 Uhr, am Samstag, 1. Juni, um 15 und 20 Uhr sowie am Sonntag, 2. Juni, um 15 Uhr statt. Karten gibt es bereits unter www.okticket.de (Erwachsene 15 Euro, Kinder bis 14 Jahre neun Euro).

Jeweils zwei Stunden vor den Aufführungen beginnt auf dem Oberviechtacher Marktplatz ein märchenhaftes Markttreiben mit Bewirtung, Gaukelei, Musik und Spielen, zu dem alle eingeladen sind – egal, ob sie Karten für die Märchenwanderung haben oder nicht.