Siebter Platz und Doppelpremiere
Frankreich, Österreich und Portugal: TV-Triathleten überzeugten international

24.06.2024 | Stand 24.06.2024, 16:58 Uhr |
Franz Pretzl

Knackte die Fünf-Stunden-Marke am Walchsee in Österreich: Andreas Brand. Foto: Pretzl

Frankreich, Portugal und Österreich hießen die Stationen der Triathleten des TV Burglengenfeld. Bei den Crosstriathlon Europameisterschaften in Portugal finishte Tobias Zeller auf Rang 7. Meike und Andi Huf freuten sich bei ihrem ersten Triathlon-Start über die halbe Ironman Distanz vor allem, das Ziel erreicht zu haben. Die Fünf-Stunden-Marke knackte Andreas Brand bei der Challenge Walchsee mit der Top Zeit von 4.46.54 min.

Wie schon im vergangenen Jahr bremste Tobias Zeller eine Krankheit vor seinem Saisonhöhepunkt aus, den Europameisterschaften im Crosstriathlon. Da schon alles gebucht war, trat er dennoch die Reise nach Portugal an und stellte sich der Konkurrenz aus ganz Europa.

Nicht im Vollbesitz der Kräfte

In Coimbera in Zentralportugal hatte die Europäische Triathlon Union eine abwechslungsreiche Crossstrecke über 1200 Meter Schwimmen, 21,6Kilometer Mountainbike und 6,9 Kilometer Crosslauf vorbereitet. Es hat sich gut angefühlt im Wasser, so Zeller, als er aus dem Mondego Fluss stieg und aufs Mountainbike sprang. Zwar nicht ganz im Vollbesitz seiner Kräfte, gelang ihm dann auch ein guter Run auf dem flowigen MTB Kurs. Voller Zuversicht nahm er die abschließende hügelige Crossstrecke in Angriff, musste zwar bergauf hart an sich rackern, doch bergab preschte er mit Karacho. Auf dem Laufgelände hielten seine Kräfte noch und so finishte er zufrieden auf Rang sieben.

Nizza war das Ziel von Andi und Meike Huf, um ihren ersten Start auf der Mitteldistanz anzugehen. Beim Ironman 70.3 über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen ging das sportliche Ehepaar an ihre körperlichen Grenzen, dennoch freuten sie sich über das Finishen und strahlten im Ziel.

Das Schwimmen im kristallklaren Meer brachten beide gut über die Runden und nahmen dann den Rad-Kurs mit 1200Höhenmetern in Angriff. Gleich nach dem Wechsel ging es die ersten 40 Kilometer nur bergauf. Auch bergab konnte man die Beine nicht hängen lassen, denn die vielen unübersichtlichen Spitzkehren gefolgt von Hochgeschwindigkeitspassagen mit plötzlichen Richtungswechseln erforderten höchste Konzentration.

Mit noch aufgewühlten Nerven schürten sie dann die Laufschuhe und nahmen die Wendepunktstrecke auf der Uferpromenade in Angriff. Es wurde warm und Andi Huf bekam das zum Glück erst bei 18 Kilometern zu spüren, wo nichts mehr ging. Mit viel Willenskraft finishte er dennoch und stand nach fast genau sechs Stunden ausgepowert im Ziel. Seine Frau lief kontrolliert den letzten Part und finishte nach harten 6,56 Stunden.

Kampf mit schlechtem Wetter

Eine Top-Leistung zeigte Andreas Brand bei der Challenge Walchsee ebenfalls auf der Mitteldistanz. Im Rollingstart stürzte er sich um 8.45 Uhr in den schon aufgewärmten See mit ca. 23 Grad, dagegen war das Wetter sehr bescheiden, kalt und windig und zum Teil mit nasser Fahrbahn. Brand eilte nach geglücktem Schwimmauftakt voller Tatendrang in die Wechselzone und sprang auf sein Triathlon-Rad. 1200 Höhenmeter galt es zu bezwingen.

Wegen der nassen Straßen fuhr er zwar etwas defensiv, dennoch gelang ihm mit 2,29,40 Stunden eine flotte Zeit. Auf der Halbmarathondistanz lief es super für ihn, was auch seine Zeit von 1,33 Stunden bewies. Somit stand er freudestrahlend mit der Top Zeit von 4,46,54 Stunden im Ziel.