Eiserne Hochzeit in Maxhütte
Hedwig und Ernst Weilhammer: Seit 65 Jahren zusammengeschweißt

15.05.2024 | Stand 15.05.2024, 17:00 Uhr

Zu den Gratulanten zählte Bürgermeister Rudolf Seidl (r.). Auch Tochter Christine (Mitte hinten) mit Ehemann Roland (2. v. l.) freuten sich mit den Eheleuten über den 65. Hochzeitstag.

Hedwig und Ernst Weilhammer konnten ein seltenes Ehejubiläum begehen: die Eiserne Hochzeit. Das bedeutet, dass sie seit 65 Jahren gemeinsam durchs Leben gehen. Das wurde jetzt laut Pressemitteilung der Stadt im Kreise der Familie gebührend gefeiert.

Auch Bürgermeister Rudolf Seidl kam und gratulierte dem Ehepaar Weilhammer zu diesem besonderen Anlass und überbrachte ein kleines Präsent der Stadt.

Hedwig Weilhammer, geborene Schön, kam in Burglengenfeld zur Welt. Dort besuchte sie die Volksschule und trat nach dem Abschluss eine Arbeitsstelle in der Bäckerei Dechant in Burglengenfeld im Verkauf und im Haushalt an. Nach zwei Jahren wechselte sie die Arbeit und begann im Gasthaus Schwarzenberger, beim „Sandwirt“ in Burglengenfeld ihren Dienst im Haushalt und Gastwirtschaftsbetrieb.

Karriere im Eisenwerk

Ernst Weilhammer wurde im Teublitzer Ortsteil Koppenlohe geboren und besuchte die Volksschule in Maxhütte. Nach dem Abschluss begann er eine Ausbildung als Walzwerker im Eisenwerk. Nach Beendigung der Lehre blieb er dem Betrieb treu und wurde als Vorarbeiter und Meistervertreter in der Zurichterei des Blechwalzwerks beschäftigt. Ab 1964 war er im Kaltwalzwerk in der Abteilung Arbeitsvorbereitung und EDV tätig. 1985 wurde er zum Stellvertreter des Leiters der Abteilung Arbeitsvorbereitung befördert. Ab 1987 wurde er in der Fakturenabteilung als Teilfakturist eingesetzt, bis er 1990 in den Vorruhestand und Anfang März 1997 in den Rentenstand eintrat.

Kennenlernten sich beide auf der Hochzeit eines Arbeitskollegen von Ernst. Hedwig nahm als Gast ihrer Cousine an dieser Feier teil. Schnell stellte man fest, dass Amors Pfeil getroffen hatte. So schlossen sie am 9. Mai 1959 in der Alten Pfarrkirche in Maxhütte-Haidhof den Bund der Ehe.

1966 war das Familienglück perfekt

Ein schwerer Schicksalsschlag für die Jungverheirateten war 1962 die Totgeburt eines Sohnes, ausgelöst durch eine schwere Nierenvergiftung der Schwangeren. Im Oktober 1966 kam Tochter Christine zur Welt und vervollständigte nun das Glück der Eheleute.

1962 übernahmen beide den Wirtschaftsbetrieb im katholischen Jugendheim in der Ernst-von-Fromm-Straße. Von 1979 bis 2001 arbeiteten sie als Mesner in der Pfarrei St. Barbara.

2001 zog das Ehepaar mit in das Haus von Tochter Christine und Schwiegersohn Roland in Leonberg ein, um hier den Lebensabend zu verbringen. Hier kümmerten sich die Eheleute liebend gerne um die beiden Enkel Michael und Stefan, und auch im Garten wurde fleißig mitgewerkelt.

Jahrezehntelanges Engagement in der KAB

Beide sind seit vielen Jahrzehnten Mitglied bei der KAB. Ernst war 15 Jahre Vorsitzender, seit 2006 ist er Ehrenvorsitzender. Er ist ebenfalls Mitglied bei der Kolpingsfamilie. Ab 1988 war er für 12 Jahre Mitglied in der Kirchenverwaltung in St. Barbara.

Zu den zahlreichen Aufgaben von Ernst Weilhammer zählen auch 36 Jahre Laienarbeitsrichter am Arbeitsgericht, Zweigstelle Schwandorf. Hedwig ist seit 64 Jahren Mitglied beim Frauenbund. Zu erwähnen sei auch, dass das Jubelpaar seit 1989 die Mariengrotte in der Koppenlohe, Erste Gebetsstätte der Pfarrei Maxhütte-Haidhof, mit viel Liebe und Sorgfalt betreut.