Marktgemeinderat
Heilpädagogin Sabine Grosser wird Familienbeauftragte des Marktes Schwarzenfeld

07.11.2023 | Stand 07.11.2023, 17:23 Uhr

Die Heilpädagogin wird in ihrem neuen Ehrenamt von Bürgermeister Peter Neumeier und dem Marktgemeinderat unterstützt. Foto: Edgar Pielmeier

Die Marktgemeinderatssitzung in Schwarzenfeld begann mit einer Information zu einem früheren Beschluss: Die Erhöhung der Kindergartengebühren kann ab 1. Januar 2024 vollzogen werden. Der Elternbeirat habe zugestimmt. Lediglich vier von zweihundert Eltern hätten als Folge die Buchungszeiten reduziert, so der Bürgermeister.

Eine weitere Information betraf den Bauhof. Der langjährige Leiter, Peter Pleier, geht am 1. Dezember 2023 in den Ruhestand. Seine Aufgabe wird Christopher Kurz übernehmen. Neu ist, dass er zwei Stellvertreter bekommt: Andreas Kurz und Manfred Brunner.

Eine weitere „Neue“ stellte sich an diesem Abend den Räten vor. Sabine Grosser wird Familienbeauftragte. Im letzten Jahr wurde der Markt Schwarzenfeld vom Lokalen Bündnis für Familien als „Familienfreundliche Kommune“ in Silber ausgezeichnet. „Darauf kann man durchaus stolz sein“, meinte Bürgermeister Peter Neumeier. „Aber da geht noch mehr.“ Daraufhin machte man sich auf die Suche nach einer Person, die die Aufgabe im Ehrenamt übernehmen würde.

Grosser ist tätig im sozialen Bereich

Mit Sabine Grosser konnte eine Fachfrau gefunden werden. Sie arbeitet im sozialen Bereich, da sie selbst zwei Kinder hat, ist sie auch im Elternbeirat des Kindergartens engagiert. Ganz oben auf ihrer Agenda steht die Ausstattung und Verbesserung der Spielplätze des Marktes. Aber zunächst möchte sie sich bei Schulen und Kindergärten bekannt machen.

Im Rathaus erhofft man sich, die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien noch genauer zu erfahren. Die Markträte bestellten sie einstimmig zur Familienbeauftragten. Der 1. Dezember ist Stichtag für den sogenannten Jahresantrag zur Städtebauförderung. Dieser Antrag dient der Regierung für ihre Budgetplanung im kommenden Jahr. Der Markt erstellte dazu eine Liste von Einzelmaßnahmen, die man sich im nächsten Jahr vorstellen könnte.

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Die Liste umfasst Projekte wie die städtebauliche Beratung, einen Entwicklungsfond zum Ankauf von Grundstücken, einen Naabsteg oder den Abbruch der Bedürfnisanstalt in der Miesbergallee. Die Liste wurde einstimmig bewilligt. Bei der Bekanntgabe der Jahresrechnung 2022 konnte Neumeier erfreuliche Zahlen mitteilen. Der Verwaltungshaushalt schloss mit einem Ergebnis von 18.108.738,02 Euro und im Vermögenshaushalt 7.483.168,69 Euro. Das Gesamtvolumen liegt somit um 2.460.056,71 Euro höher als geplant. Der Verwaltungshaushalt schließt sehr positiv ab, da ihm 1.904.274,86 Euro mehr zugeführt werden konnten als gedacht. Im Vermögenshaushalt konnten den allgemeinen Rücklagen 1.268.582,42 Euro zugeführt werden, statt der geplanten Entnahme. Ein Beschluss war in diesem Fall nicht nötig. Im Haushalt 2022 wurden außerplanmäßig 320.219,56 Euro im Verwaltungshaushalt und 184.835,22Euro im Vermögenshaushalt ausgegeben. Das musste nachträglich genehmigt werden, was einstimmig geschah.

Während der Sitzung war die Feuerwehr kopfstark unter der Zuhörerschaft vertreten, ging es doch um ein neues Feuerwehrfahrzeug. Der Marktgemeinderat hatte bereits 2022 die Ersatzbeschaffung für ein Tanklöschfahrzeug beschlossen. Die Förderzusagen der Regierung der Oberpfalz liegt vor, somit konnte man die europaweite Ausschreibung für ein LF20 beauftragen. Kommandant Christian Sander erläuterte die Einzelheiten zum Fahrzeug und der Ausstattung. Geplante Kosten für das Fahrzeug sind 450.000 Euro, 166.000Euro gibt es an Zuschüssen. Die Ausschreibung in fünf Losen wurde einstimmig beschlossen. Zum Schluss befassten sich die Räte mit einem Bauantrag zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage südöstlich der Bahnlinie Regensburg-Hof.

Solaranlage für landwirtschaftliches Anwesen genehmigt

Die Fläche liegt im Außenbereich und ist als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen. Mit der Änderung des Baugesetzbuches gelten Flächen entlang von Autobahnen und Schienenstrecken in einem Abstand von bis zu 200 Metern als privilegiert. In diesen Fällen ist nur noch eine Baugenehmigung erforderlich. Die vorgesehene Fläche wird derzeit landwirtschaftlich genutzt. Von der Grundstücksfläche von 19.439 Quadratmetern sollen 4226 Quadratmetern mit Solarpanelen, 607 Quadratmetern mit einer Zufahrt und 29 Quadratmeter mit einer Trafostation bebaut werden. Da keine öffentlichen Belange dagegenstanden, wurde das gemeindliche Einvernehmen mit eine Gegenstimme erteilt.

Zur Person Sabine Grosser

Privates: Sabine Grosser ist nach eigenen Angaben verheiratet, von Beruf Heilpädagogin und arbeitet in der Frühförderstelle Schwandorf.

Motivation: Grosser sagt das zu ihrer Motivation: „Ich mache das Ehrenamt, da ich gerne Ansprechpartner sein und unterstützen möchte. Auch ist es schön, im eigenen Ort etwas zu bewegen und zu bewirken. Ich möchte gerne alle Familien erreichen, nicht nur die mit „kleinen“ Kindern.