Im Studiengang Medizintechnik
Kulturpreis für Schwarzenfelderin: Jessica Kloibers Abschlussarbeit hat überzeugt

19.11.2023 | Stand 19.11.2023, 17:00 Uhr

Preisträgerin Jessica Kloiber gratulierten der bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume (l.) und Bayernwerk-Chef Egon Leo Westphal (r.). Foto: Alex Schelbert

Die Bayernwerk AG zeichnete Jessica Kloiber mit dem Kulturpreis Bayern in der Sparte Wissenschaft aus. Die gebürtige Schwarzenfelderin wurde für ihre Masterarbeit im Studiengang Medizintechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg geehrt.

Wie es in einer Mitteilung der Bayernwerk AG weiter heißt, erhielten insgesamt 33 Absolventen und Doktoranden bayerischer Hochschulen, Universitäten und Kunsthochschulen die Auszeichnung, die das Bayernwerk jährlich in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht.

Preisverleihung in München



Rund 300 Gäste waren am Donnerstag zur Preisverleihung in die Münchner Eisbach Studios gekommen. Die Übergabe war eingebettet in ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Show-Acts. Egon Leo Westphal, Vorstandsvorsitzender des Bayernwerks, erläuterte: „Wissenschaft und Forschung sind der Motor für Entwicklung und Fortschritt. Sie liefern wichtige Impulse, ohne sie wären wir den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen. Mit dem Kulturpreis möchten wir eine breite Öffentlichkeit genau darauf aufmerksam machen und herausragende Wissenschaftler darin bestätigen, ihren Weg weiterzugehen.“

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Der Bayerische Kunst- und Wissenschaftsminister Markus Blume betonte: „Die Preisträger stehen für die Bedeutung Bayerns als Wissenschaftsstandort. Unsere Hochschullandschaft ist breit aufgestellt, hält dem internationalen Vergleich stand und bringt auch in diesem Jahr wieder neue Sterne am Forschungshimmel hervor. Darauf sind wir sehr stolz.“

Forschung zu Magnesiumwerkstoffen



Zur Arbeit von Jessica Kloiber hieß es: Magnesiumwerkstoffe eignen sich gut als Material für temporäre medizinische Implantate, sie bauen sich jedoch schnell ab. Während andere Materialien durch das Verfahren der Elektropolitur verbessert werden können, ist diese Oberflächenbehandlung an Magnesium und seinen Legierungen noch kaum erforscht. Diese Lücke schließt Jessica Kloiber mit ihrer Masterarbeit. Sie zeigt einen geeigneten Elektropolierprozess für Magnesium auf und vergleicht die elektrochemische Methode mit drei alternativen Nachbehandlungen. Die Ergebnisse untersucht sie unter anderem mit Hilfe der Rasterelektronenmikroskopie.

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„Meine Arbeit zeigt, dass die Elektropolitur für Magnesiumwerkstoffe geeignet ist. Sie leistet einen wertvollen Beitrag für die Realisierung resorbierbarer Implantate auf Magnesiumbasis“, fasst Jessica Kloiber das Ergebnis zusammen. Der Wissenschaftspreis ist mit jeweils 2000 Euro dotiert. Alle Preisträger erhalten außerdem die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer entworfene Bronzestatue Gedankenblitz.