Ausverkaufte Vorstellungen
„Leonberg lässt’s krachen“ entpuppte sich als Volltreffer – Kolpingtheater begeisterte sieben Mal

08.11.2023 | Stand 08.11.2023, 16:16 Uhr

Sichtlich zufrieden waren auch die Schauspieler. Foto: Thomas Mauerer

Sieben ausverkaufte Aufführungen beim diesjährigen Theater der Kolpingfamilie Leonberg zeigten, dass die Truppe um Regisseurin Christine Weiß wieder den Geschmack der Besucher voll getroffen hat. Das Stück „Leonberg lässt’s krachen“ nach der Vorlage von „Der goldene Sarg“ von Autor Wolfgang Bräutigam, war ein voller Erfolg.

Mit viel Spielfreude, begleitet von tollen Lichtstimmungen, Geräusch- und Musikeinspielungen von Bühnentechniker Dirk Geyer wurde die Suche nach dem goldenen Sarg inszeniert. Der Schatzsuchexperte und Indiana Jones des Ostens Rocko Schankbank, gespielt vom neuen Ensemblemitglied Martin Bauer, begeisterte das Publikum mit seinen martialischen Auftritten. Durch viele lokale Bezüge wurden die Besucher aktiv in das Spiel einbezogen. So fanden sich im Text viele bekannte Personen und Familien aus Leonberg und Umgebung wieder. Nebenbei wurde auch die kleine Rivalität zwischen den Orten Leonberg und Pirkensee eingebaut, was laut Pressemitteilung der Theatergruppe zu Begeisterungsstürmen der Besucher führte.

Auch ein Liebespaar durfte nicht fehlen



Die verwechslungsreiche Handlung um das 800-jährige Dorfjubiläum von Leonberg führte wie immer zu einem versöhnlichen Ende und das Schusterehepaar, das von den Routiniers Hans und Katharina Nuber verkörpert wurde, durfte sich als Goldersatz über den Fund von hunderten Flaschen vom „Original Leonberger Schädelsprenger“ freuen.

Bürgermeister Geyer (Andreas Huber) und die vermeintlich einfältige Nachbarin der Schusters (Michaela Kruse) waren zwar bei der Schatzsuche trickreich, mussten sich aber am Ende mit einem vom Borkenkäfer befallenen Waldstück und einer sauren Wiese begnügen. Natürlich durfte auch ein Liebespaar nicht fehlen, Michael Schuster (Stephan Heimerl) musste dabei einige Watschn einstecken und sein „Mausibärli“, die Steuerfachangestellte Babsi (Christine Hofmann), wurde mit Schaufel und Schubkarren aus dem Haus geworfen.

Souffleur musste kaum eingreifen



Marianne (Andrea Kraus), die sportbegeistere Freundin der Schustergattin wurde dagegen als „heiße Stute“ und Gspusi des Schusters verdächtigt, was wieder zu vielen Verwirrungen führte. Dass bei dem ganzen Durcheinander der Souffleur Jonas Hellwig kaum helfen musste, zeigt, dass sich die Schauspieltruppe hervorragend vorbereitet hatte.

Das zufriedene Publikum bedacht die Leistungen mit anhaltendem Schlussapplaus. In zwei Jahren ist das nächste Stück der Kolpingtheatergruppe geplant – man darf gespannt sein....