Von der Malerei bis zur Collage
Nach fünf Jahren Pause: Ausstellung in der Galerie Vkus in Schwarzhofen

18.05.2024 | Stand 18.05.2024, 5:00 Uhr
Ralf Gohlke

Sie zeigen ihre Werke: Klara Ratajczak, Vasilij Plotnikov, Mascha Rodigina und Oleg Mikhailov (v. l.). Foto: Edgar Pielmeier

Nach fünf Jahren war es endlich wieder so weit: Vkus, die Kunstgalerie am Marktplatz in Schwarzhofen, war Schauplatz einer Ausstellungseröffnung. Unter dem Motto „Alles neu macht der Mai“ wurden die Galerieräume umgekrempelt, wurde Neues präsentiert und Altes in ein anderes Licht gesetzt.

Beteiligt waren vier Künstler: Hausherr Vasilij Plotnikov sowie Klara Ratajczak, Oleg Mikhailov und Mascha Rodigina. Zu sehen gab es einen Querschnitt von Skulpturen aus verschiedenen Materialien über Malerei und Kollagen bis hin zur Videoinstallation. Trotz der Unterschiedlichkeit der Arbeiten gelang es, eine stimmige Ausstellung zu präsentieren, in der die Objekte laut Mascha Rodigina „miteinander in einen Dialog treten“.

Vier Künstlerinnen und Künstler, die sich kennen, haben hier zusammengewirkt. Hausherr Vasilij Plotnikov, geboren 1972 in Sotchi in Russland, ist gelernter Holzbildhauer. Seit 2008 lebt und arbeitet er als freischaffender Künstler in Schwarzhofen. Hier betreibt er auch die Galerie Vkus, was übersetzt so viel wie Geschmack bedeutet.

Kreativ mit der Kettensäge

Er zeigt Skulpturen aus Holz, die filigran mit der Kettensäge herausgearbeitet wurden. Daneben finden sich Tierdarstellungen in unterschiedlichen Größen. Sie sind aufwendig aus Draht geformt. Über der Tür ist ein großer Nagel angebracht, auf dem eine Figur mit ausgebreiteten Armen balanciert. Ein Bronzeguss. Das ist seine Interpretation eines Kruzifixes.

Klara Ratajczak, 1977 in Hagen geboren und dort lebend, hat in Berlin Kunst studiert. Die Diplomkünstlerin und Kunsttherapeutin ist insbesondere mit breitformatigen Malereien vertreten, die wie Blicke in eine ferne Galaxie wirken. Goldene Farbspuren weisen auf Schätze hin, die dann auf Karten zu den Bildern zu finden sind.

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Oleg Mikhailov, geboren 1980 in St. Petersburg, wo er auch studierte, ist ein international preisgekrönter Videokünstler. Er ist nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine in Deutschland geblieben und lebt in Köln. Zuletzt hatte er einen Auftrag des Theaters Dresden. Er beteiligte sich an der gemeinsamen Gestaltung der „Bärenhöhle“ in der Galerie mit Linolschnitten mit Bärenmotiven. Seine Videoinstallation konnte erst nach Einbruch der Dunkelheit gezeigt werden, dadurch kam er etwas zu wenig zur Geltung. Im Film sieht man Klara. Ihre Hände, die vervielfältigt sind, bewegen sich zu ihrer Musik und wirken somit wie ein farbiges Ballett.

Ausstellung ist noch bis 31. Mai zu sehen

Die Vierte ist Mascha Rodigina, Designerin und Fotografin. Sie wurde 1989 in Moskau geboren. In St. Petersburg studierte sie Grafik, Design und Kunst und in Potsdam Design. Sie lebt und arbeitet in Köln. In dieser Ausstellung zeigt sie Collagen. Ganz traditionell ausgeschnittene Bildelemente werden mit transparentem Papier umrahmt oder farblich eingefasst. Schöne Einzelteile zu etwas Neuem zu komponieren um so neue Stimmungen zu erzeugen, ist ihr Ansatz. Die Ausstellung ist bis 31.Mai nach Vereinbarung unter Telefon 0176/20070021 zu sehen.