Videoüberwachung
Parken in der Höllohe in Teublitz ist ab 1. Juni kostenpflichtig: Das müssen Besucher wissen

20.05.2024 | Stand 21.05.2024, 12:11 Uhr

Die Zahl der Stellplätze am Wild- und Freizeitpark wurde von 50 auf 200 erhöht. Foto: Werner Artmann

Ab Juni 2024 sind die 200 Parkplätze am Wild- und Freizeitpark Höllohe in Teublitz (Landkreis Schwandorf) für die Besucher kostenpflichtig. Eine kameragestützte Parkraumüberwachung kontrolliert eventuelle Parkverstöße. Der Eintritt in den Wild- und Freizeitpark ist für die Besucher allerdings weiterhin kostenfrei.



Das Erlanger Unternehmen ParkRaum-Management PRM ist im Auftrag des Landkreises Schwandorf für die Bewirtschaftung der Parkflächen verantwortlich. „Bei der Staffelung der Parkgebühr haben wir die Kosten für die Besucher bewusst sehr niedrigschwellig und familienfreundlich gehalten“, wird Landrat Thomas Ebeling (CSU) in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. „Die Einnahmen aus den künftigen Parkgebühren sollen dazu dienen, unsere Investitionen, die wir kontinuierlich in den Wild- und Freizeitpark Höllohe vornehmen, teilweise zu refinanzieren“, erläuert Ebeling.

Mit etwa 140.000 Besuchern jährlich ist der Wild- und Freizeitpark Höllohe ein touristisches Aushängeschild der Region. Der Landkreis investierte, unterstützt durch EU-Fördermittel, rund 1,2 Millionen Euro in das kürzlich neu eröffnete Empfangs- und Besucherzentrum. Parallel dazu wurden die Parkraumkapazitäten von 50 auf 200 Stellplätze erweitert. Die 150 neu geschaffenen sind jeweils drei Meter breit.

Parkraum wird durch Kameras überwacht



„Durch die Entscheidung für eine Parkraumüberwachung mittels Kameraerkennung entstehen dem Landkreis keine Folgekosten für die mitunter hohen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, wie sie bei einer Bewirtschaftung mit Parkplatzschranken anfallen können“, sagt Marko Guljelmovic, Geschäftsführer der Parkraum-Management PRM.

Er verweist gleichzeitig auf die zahlreichen Bezahloptionen: „Nicht jeder hat immer passendes Bargeld zur Hand. Deshalb war es dem Landkreis Schwandorf und uns wichtig, an den beiden neu installierten Bezahlautomaten möglichst viele Zahlungsoptionen bereitzustellen.“ Zusätzlich könnten Parkvorgänge über die Web-Seite von PRM noch bis 48Stunden nach dem Parken bezahlt werden.“

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Bis zu einer Stunde ist für Besucher des Wild- und Freizeitparks das Parken kostenlos. Darüber hinaus entfällt eine Gebühr von einem Euro je angefangener Stunde. Die maximale Gebühr pro Kalendertag beträgt vier Euro. Als Langzeittarife sind Monatstickets für zehn Euro sowie Jahrestickets für 30Euro online über die PRM-Webseite (www.prm-parken.de) buchbar.

Bezahlen können die Besucher an den beiden Parkautomaten mit Münzgeld oder bargeldlos mit Kreditkarte, Girocard (vormals EC-Karte) sowie mit Google Pay oder Apple Pay über ihr Smartphone. Erfolgt keine Bezahlung, so wird der Verstoß von PRM mit einer Vertragsstrafe in Höhe von 40Euro geahndet.

Kennzeichen wird bei Ein- und Ausfahrt gescannt



Und so funktioniert die Parkraumkontrolle mit Kennzeichenerkennung: Eine Kamera erfasst bei der Einfahrt das Kennzeichen des Fahrzeugs und speichert es mit der Ankunftszeit ab. Bei der Ausfahrt wird das Kennzeichen erneut gescannt. Eine Software überprüft, ob die Gebühr ordnungsgemäß entrichtet wurde. Hat der Autofahrer bezahlt, wird das erfasste Kennzeichen gelöscht, sobald er den Parkplatz verlassen hat.

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Hat der Parkende vor Ort nicht bezahlt und lässt er die 48-stündige Frist für eine nachträgliche Bezahlung über die PRM-Webseite verstreichen, so wird von PRM nach einer Einzelprüfung eine Datenabfrage zum Fahrzeughalter aus dem ZFZR (Auskunft aus dem Zentralen Fahrzeugregister) des Kraftfahrt-Bundesamtes angestoßen, um den Verstoß zu ahnden.

PRM weist darauf hin, dass bei der Kameraerkennung keine Aufnahme von Personen erfolgt. Die Kameras würden nur die Kennzeichen der ein- und ausfahrenden Fahrzeuge erfassen. Alle weiteren Bildbestandteile werden verpixelt aufgezeichnet. Weitere Infos gibt es unter www.prm-parken.de/.