Abnahme durch Sachverständigen
Perfekter Klang an den Feiertagen: Überholung der Kirchenorgel St. Martin in Premberg abgeschlossen

07.12.2023 | Stand 07.12.2023, 17:00 Uhr

Das Instrument aus dem Jahr 1906 wurde durch Kunibert Schäfer (r.), Diözesanorgelsachverständiger, in Anwesenheit von Orgelbauer Martin Häusler (l.) und Kirchenpfleger Albert Schlüter (Mitte) abgenommen. Foto: Werner Artmann

Die Generalüberholung der Kirchenorgel in der St. Martinskirche in Premberg ist abgeschlossen. Sie kann also rechtzeitig zum Weihnachtsfest wieder voll erklingen. Kunibert Schäfer, Orgelsachverständiger der Diözese Regensburg, nahm die Ergebnisse der Arbeiten ab.

Im September 2023 sanierte die Orgelbaufirma Sandtner aus Dillingen das Instrument aus dem Jahr 1906 von Grund auf mit einem Kostenaufwand von 27.000 Euro. Die Martin-Binder-Kirchenorgel wurde nach dem System der pneumatischen Kegellade gebaut und ist für ihre außergewöhnliche Klangqualität und ihr Design bekannt. Sie verfügt über acht Register, verteilt auf zwei Manuale mit Pedal.

Das Instrument ist außergewöhnlich in Klang und Design



„Die fast 120 Jahre alte Orgel ist ein echtes Juwel und ein Highlight in unserer über 1000 Jahre alten Kirche und ihre Klänge begeistern mit Sicherheit jeden Zuhörer,“ so Kirchenpfleger Albert Schlüter. Die Bischöfliche Finanzkammer genehmigte damals die Maßnahme mit einem Kostenzuschuss von 7000 Euro. Dokumentiert ist eine Restaurierung durch die Firma Eduard Hirschroth im Jahre 1936.

Wie Martin Häusler von der Orgelbaufirma Sandtner berichtete, wurde das Instrument bereits 2019 überprüft, denn es gab Ausfälle in der Tontraktur. Außerdem ließen sich einige Register nicht oder nur schleppend abschalten.

Lob für kleine, aber sehr feine Orgel



Auch am Spieltisch lagen mehrere defekte Keilbälgchen vor. Die Windversorgung war bei vollgriffigem Spiel nicht ausreichend. Deshalb restaurierten die Fachleute das Gebläse. Ihre Hauptaufgabe war die Reinigung aller Bauteile, des Pfeifenwerkes, der Spielanlage, der Spiel- und Registertraktur, der Windladen, der Gebläseanlage, das Orgelgehäuses, das Imprägnieren aller befallenen Holzteile und die Bekämpfung des Schimmelpilzbefalls.

Schäfer war sehr angetan von der Arbeit und dem Ergebnis der Restaurierung. „Obwohl die Orgel sehr klein ist, füllt sie mit ihrem Klang den Kirchenraum der St. Martinskirche hervorragend aus,“ lobte er.