Rückblick in Schwarzenfeld
Sie sind die nächste Generation: Jugendfeuerwehren im Landkreis Schwandorf leiteten 9458 Stunden

11.03.2024 | Stand 12.03.2024, 14:35 Uhr
Pauline Hauser

Die Teilnehmer der Delegiertenversammlung gemeinsam mit Kreisbrandrat Christian Demleitner (l.) und Landrat Thomas Ebeling (2. v. l.). Foto: Pauline Hauser

Im Restaurant Miesberg in Schwarzenfeld fand am Sonntag die Delegiertenversammlung der Jugendfeuerwehr im Landkreis Schwandorf statt – und zwar mit einer hohen Besucherzahl. Dabei konnten die Kinder- und Jugendfeuerwehren im Landkreis Schwandorf wieder auf viele erfolgreiche Ereignisse zurückblicken.

Tobias Sebast, Kreisbrandmeister für Nachwuchs und Jugendarbeit, begrüßte die Teilnehmer und lobte deren zahlreiches Erscheinen. Zum 31. Dezember 2023 gab es im Landkreis 118 Jugendgruppen mit 1269 Jugendlichen. Im Schnitt liegt der Anteil der Jungen bei 60 Prozent, der der Mädchen bei 40Prozent.

Insgesamt leistete die Jugendfeuerwehr durch Aktionen wie die Ausbildungsstätten und durch Wettbewerbstrainings 9458Stunden. Sie konnten zudem 1674Abzeichen ablegen. 13 Mitglieder wurden mit der Ehrennadel in Silber geehrt, vier mit der goldenen Ehrennadel.

Die „erwachsene“ Wehr bestand im Dezember aus 5967Mitgliedern. Für jüngere Mitglieder unter zwölf Jahren gibt es eine Kinderfeuerwehr mit 682 Mitgliedern.

Dank an die Spender



Kassenwart Konrad Spandl bedankte sich bei den Spendern, die die Arbeit im Vorjahr unterstützt haben. Durch Seminare, das jährliche Zeltlager oder Infofahrten sei die Freiwillige Feuerwehr mit großen Ausgaben konfrontiert. Deswegen habe sich auch ein kleines Minus in der Kasse bemerkbar gemacht. Die Kreisjugendsprecher Corinna Sebast und Nico Schmid berichteten von den Aktionen des vergangenen Jahres. Neben einem Ausflug ins Palm Beach stand auch das Zeltlager mit dem Motto „Im Wilden Westen“ an. Das Motto für das nächste Zeltlager werde „Sommerferien. Ab in den Urlaub“ lauten.

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Wer ein Teil der Jugendfeuerwehr ist, war zuvor oft schon in der Kinderfeuerwehr. Jasmin Hecht ist die Jugendfachbereichsleiterin der Kinderfeuerwehr. Sie freute sich besonders über die Neugründungen von vier Kindergruppen, nämlich in Nittenau, Schwarzhofen, Pilsheim und Sollbach. 179 Betreuer kümmern sich um die 39 Kinderfeuerwehren. Auch eine Kinderfeuerwehrolympiade steht dieses Jahr an.

Ein weiteres Thema war die Öffentlichkeitsarbeit, die Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Schlosser ansprach. In der letzten Zeit seien Posts von Feuerwehren in ein falsches Licht gerückt worden. Rechtspopulistische Aussagen von Mitgliedern hätten nichts im Verein zu suchen und seien nicht erwünscht. Wer eine Feuerwehruniform trägt, präsentiere die gesamte Wehr nach außen. Er appellierte an die Jugendwarte, sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein – und solche Vorfälle vorzeitig zu erkennen.

Lob für die bemerkenswerte Leistung der Feuerwehren



Landrat Thomas Ebeling bedankte sich bei den einzelnen Feuerwehren, dass sie die Sicherheit im Landkreis gewährleisteten. „Wir haben einen engen Draht zu den freiwilligen Feuerwehren. Und das wird auch künftig so bleiben“, versprach der Landrat in seinem Grußwort.

Vor allem bei Wettbewerben hatten die Jugendlichen aus dem Landkreis die Nase vorn. Johannes Schindler, Jugendfachbereichsleiter Wettbewerbe, erzählte von den Wettbewerben des vergangenen Jahres. Zudem verwies er auf die Wettbewerbe, die heuer anstehen.

Auch Kreisbrandrat Christian Demleitner bedankte sich für die bemerkenswerte Leistung der Feuerwehren bei der Deutschen Meisterschaft im internationalen Bewerb des CTIF in Burglengenfeld im vergangenen Jahr. Seiner Meinung nach war das ein Kraftakt aller beteiligten Feuerwehren.