Lernen und Verstehen
Sprachförderung durch Märchen: Integrationspreis für Nittenauer Kinderhort Weltenbummler

01.12.2023 | Stand 01.12.2023, 5:00 Uhr

Ein 3. Platz beim Integrationspreis ging nach Nittenau: Die Urkunde überreichten Staatssekretär Sandro Kirchner (l.) und Regierungspräsident Walter Jonas (r.). Foto: Uwe Moosburger/altrofoto

Bei einem Festakt im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz zeichneten der Staatssekretär des Innern, für Sport und Integration, Sandro Kirchner, und Regierungspräsident Walter Jonas fünf Preisträger aus – darunter auch den Johanniter Kinderhort Weltenbummler in Nittenau.

Ein integratives Sprach-Café, ein interkultureller Garten, Sprachförderung mit Märchen im Hort oder eine Lern-WG: Das sind Gewinnerprojekte des Integrationspreises der Regierung der Oberpfalz. Der Johanniter Kinderhort Weltenbummler teilte sich mit dem Amt für Jugend und Familie der Stadt Regensburg den dritten Platz und erhielt 500 Euro Preisgeld, teilt die Regierung der Oberpfalz mit.

Das könnte Sie auch interessieren: NSU-Prozess und Uli Hoeneß: Juristin Andrea Titz aus Nittenau hat viele spektakuläre Fälle erlebt

Märchen stehen seit Januar 2023 auf dem Programm im Johanniter Kinderhort Weltenbummler. Das Erzählen der besonders bildhaften Geschichten soll gerade Kinder aus verschiedenen Herkunftsländern beim Lernen und Verstehen der deutschen Sprache unterstützen. Die Kinder lernen gemeinsam ein selbstverständliches Nebeneinander von verschiedenen Sprachen und Kulturen, hieß es in der Laudatio. Die Sprachförderung durch Märchen wecke Neugier und Interesse am vermeintlich fremden Gegenüber. Betreut werden bis zu 100 Kinder zwischen der 1. und 4. Klasse in vier Gruppen. Vier Ehrenamtliche, unter anderem aus Russland, der Türkei und dem Irak, unterstützen das Hort-Team.

Das könnte Sie auch interessieren: Mehr Angebote, mehr Mitglieder: Verein Neue Heimat will mit zusätzlichen Kursen weiter wachsen

Innenstaatssekretär Sandro Kirchner lobte die Preisträger: „Durch Ihr Engagement helfen Sie mit, Menschen mit Migrationsgeschichte noch besser in unsere Gesellschaft einzubeziehen und ihnen die Chance auf ihre eigene Erfolgsgeschichte zu geben.“