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Steinbruch Burglengenfeld: Bürger gründen Initiative gegen die Expansionspläne

14.05.2024 | Stand 14.05.2024, 19:00 Uhr |

Die bisher gültigen Abbaugrenzen sind nach Angaben des Zementwerks bereits ziemlich ausgereizt. Daher sei es nötig, den Steinbruch zu erweitern. Bewohnern umliegender Ortschaften behagt das gar nicht. Foto: Thomas Rieke, Archiv

In Burglengenfeld gibt es ab sofort eine Bürgerinitiative gegen die massive Erweiterung des Steinbruchs. Am 10. Mai trafen sich 22 Bewohner aus Bubenhof, Dirnau, Hof, Saaß, Kastenhof und Pottenstetten sowie aus dem Teublitzer Ortsteil Richthof, um sich zu verbünden – und Forderungen an den Antragsteller Heidelberg Materials zu formulieren.

Gerne würde man den Widerstand aber auf eine noch breitere Basis stellen. Daher ist für kommenden Freitag (17.Mai), 19 Uhr, eine weitere Versammlung im Gasthaus Steinbauer angesagt. Stadtrat Thomas Hofmann (CSU) hofft, mindestens auch Bürger aus der Vorstadt mobilisieren zu können. Geplant ist die Benennung von sechs BI-Sprechern. Nur einer dieser Posten sei bisher fix besetzt.

Abbaugebiet soll um 45 Hektar wachsen

Wie berichtet, hat Heidelberg Materials die feste Absicht, den Steinbruch deutlich zu vergrößern, um die Rohstoffversorgung des Zementwerks auch für die kommenden Jahrzehnte sicherzustellen. Das Abbaugebiet soll bis 2066 um 45 Hektar wachsen.

Die Gegner betonen, sie seien nicht generell gegen das Unternehmen und sie wollten auch keine Arbeitsplätze in Gefahr bringen. Aber sie erhofften sich doch ein deutliches Entgegenkommen des Konzerns.



Anfang Mai wurde zum strittigen Thema in Pottenstetten eine „Bürgerversammlung“ einberufen. Dabei kochten die Emotionen hoch. Mehr dazu lesen Sie hier.