Politische Bildung
Wanderausstellung „Deutscher Bundestag“ macht Station am Burglengenfelder Gymnasium

19.06.2024 | Stand 19.06.2024, 19:00 Uhr |
Friedrich Gluth

Sie eröffneten die Ausstellung im Gymnasium: Marianne Schieder (MdB) und Direktor Matthias Schaller Foto: Friedrich Gluth

Mit der Wanderausstellung Deutscher Bundestag unterstützt das Parlament seit Jahren den Dialog zwischen Abgeordneten und Bürgern. Auf Initiative von MdB Marianne Schieder (SPD) macht die Ausstellung derzeit im Wahlkreis 234 Schwandorf Halt.

In der Aula des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums wurde sie kürzlich eröffnet. Sie ist noch diese Woche, Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie am Freitag bis 13 Uhr, zu sehen und besteht aus 16 Schautafeln mit acht Monitoren, einem Multifunktionskubus und einem sogenannten Touch-Tisch.

Die Ausstellung sollte laut Direktor Matthias Schaller für Gruppen verschiedener Schulen zur Verfügung stehen und diese in der politischen Bildung unterstützen. Schule ist nach seinen Worten ein Ort, an dem demokratisches Handeln „gelebt und reflektiert wird“. Die Schülermitverantwortung stelle ein wichtiges Übungsfeld dar, um demokratisches Verhalten einzuüben und sich zentrale Werte des Zusammenlebens zu eigen zu machen.

Gefahren aus mehreren Richtungen

Schaller verwies auf die Bayerische Verfassung, die in Artikel 131 dazu verpflichtet, Schüler „im Geiste der Demokratie und Völkerverständigung“ zu erziehen. Demokratie sei nicht selbstverständlich, sie habe in einem langen historischen Prozess errungen werden müssen und sei stets aufs Neue Gefahren ausgesetzt. Aktuelle Gefahren würden insbesondere der Rechts- und Linksextremismus und der religiöse Fundamentalismus darstellen.

MdB Schieder erklärte, das Werben um Demokratie sei immer wichtig, weshalb es sie besonders freue, dass es ihr gelungen sei, die Ausstellung nach Burglengenfeld zu bringen. „Wir alle“ könnten in Frieden und Freiheit leben und uns auf einen Rechtsstaat verlassen, der uns zur Seite stehe. Dies sei keine Selbstverständlichkeit. Es gebe nicht viele Länder auf der Welt, in denen so viel Freiheit herrsche wie in Deutschland.

Erinnerung an Weimarer Republik

Welche Folgen es haben könne, wenn sich Bürger nicht ausreichend für die Freiheit und den Erhalt der Demokratie engagierten, habe Deutschland in der Weimarer Republik erfahren, in der es zu wenig Menschen gegeben habe, die sich um die Demokratie kümmerten. „Aus diesem Grunde“, so Schieder, „müssen wir alles tun, dass uns die Demokratie erhalten bleibt.“ Gerade die letzten Wahlergebnisse hätten gezeigt, dass man für die Demokratie kämpfen und dafür sorgen müsse, dass immer genügend Menschen bereit seien, in demokratische Parteien einzutreten und der Demokratie so ein Gesicht zu geben.

bfg