Feierstunde
39 Referendare wurden vereidigt – Aktuell gibt es genug Lehrer für Grund- und Mittelschulen im Landkreis

12.09.2023 | Stand 12.09.2023, 12:13 Uhr
Gerhard Spies

Die Referendare werden in Amberg und in der Region eingesetzt. Zum Abschluss feierten sie mit ihren Seminarlehrkräften, der Leitung des Staatlichen Schulamts sowie Ambergs Bürgermeister Martin Preuß und dem stellvertretenden Landrat Stefan Braun. Foto: Gerd Spies

Die Rekordzahl von 39 neuen Lehrkräften im Referendariat für die Region Amberg-Sulzbach, 15 mehr als im vergangenen Jahr, wurde Anfang dieser Woche vereidigt. Die Schulamtsleiterin Beatrix Holburger spricht von einer flächendeckenden Versorgung mit Lehrkräften für den Grund- und Mittelschulbereich in ihrem Amtsbezirk.

Die von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in der vergangenen Woche mit „ganz ordentlich“ bezeichnete Versorgung mit Lehrkräften im Grund- und Mittelschulbereich kann Schulamtsleiterin Beatrix Hilburger für die Region Amberg-Sulzbach bestätigen. Trotz erhöhter Schülerzahl und der zusätzlichen Beschulung von Kindern mit Migrationshintergrund sei, so Hilburger, die Unterrichtsversorgung gewährleistet.

„Unser Dank gilt hier besonders den Lehrkräften, die ihre Teilzeit erhöht haben, vorzeitig aus der Elternzeit zurückgekehrt sind und den pensionierten Lehrern“, erklärt Hilburger. 7350 Schüler werden in diesem Schuljahr an den 28Grundschulen, 13 Mittelschulen und einer Privatschule im Kreis Amberg-Sulzbach beschult. Dabei stieg die Klassenstärke auf 23,4 im Grundschulbereich und auf 21,7 im Mittelschulbereich. Oberpfalzweit liegen die Werte etwas günstiger, nämlich bei 22,5 beziehungsweise 20,3.

Sie werden gebraucht

Die 39 Referendare, die jetzt nach ihrer Vereidigung ihre zweijährige Ausbildung antreten, stellen dabei einen wichtigen Baustein zur Unterrichtsversorgung dar. Für die Vereidigung der 33Lehramtsanwärterinnen und sechs Lehramtsanwärter bildete der König-Ruprecht-Saal im Amberger Landratsamt einen feierlichen Rahmen an diesem Montag. Sechs der 39 Lehrkräfte treten mit dem ersten Schultag ihren Dienst im Stadtgebiet Amberg an, davon vier im Grundschulbereich und zwei im Mittelschulbereich. 33 Lehrkräfte werden an Grund- oder Mittelschulen des Landkreises eingesetzt, davon 22 an Grundschulen, zehn an Mittelschulen und eine Lehrkraft an der Förderschule.

„Sie prägen die Lebenswege von Kindern entscheidend mit! Dazu brauchen Sie eine positive Leistungsbereitschaft, um die Herausforderungen zu bewältigen“, gab Beatrix Hilburger den Lehrkräften mit auf ihren beruflichen Weg. Stephan Tischer, der stellvertretende Leiter des Schulamts, wies die neuen Referendarinnen und Referendare auf ihre Grundpflichten hin.

„Sie tragen ab jetzt die unmittelbare pädagogische Verantwortung für die Ihnen anvertrauten Kinder. Nutzen Sie die Lehramtsanwärter-Zeit, um eine gute Lehrkraft zu werden“, erklärte er.

Der stellvertretende Landrat Stefan Braun beglückwünschte die Absolventen zu ihrer Berufswahl. „Sie haben einen besonderen Beruf gewählt. Die Gesellschaft wartet schon auf Sie“, sagte er. Ambergs Bürgermeister Martin Preuß machte den jungen Lehrkräften Mut. „Sie bereiten unsere Kinder auf ihren zukünftigen Weg vor. Lassen Sie sich dabei nicht aus der Ruhe bringen“, lautete sein Ratschlag.

Glänzende Berufsaussichten

Zwei Jahre Referendarzeit liegen nun vor den Junglehrern. Mit acht Wochenstunden werden die zukünftigen Grund- und Mittelschullehrkräfte in den kommenden zwei Jahren an den Schulen eingesetzt. Bei den Fachlehrern sind es 16 Wochenstunden. Hinzu kommen zwei Seminartage pro Woche beziehungsweise ein Seminartag für die Fachlehreranwärter und zusätzlich Hospitationen.

Die Chancen, nach einem bestandenen zweiten Staatsexamen in den Staatsdienst übernommen zu werden, stehen derzeit für alle 39 Junglehrer sehr gut. „Wie schon im vergangenen Jahr gibt es auch in diesem Jahr bei den erfolgreichen Absolventen eine Volleinstellung im Grund- und Mittelschulbereich“, erklärte Kultusminister Piazolo vergangene Woche.

age