Mehr Ladendiebe erwischt
Amberg ist weiterhin ein sicheres Pflaster –Positive Bilanz bei Sicherheitsgespräch

18.06.2024 | Stand 18.06.2024, 19:00 Uhr |

Zufrieden mit den Entwicklungen waren Jürgen Dodell, Klaus Müller, Thomas Schöniger, Bernhard Mitko, Oberbürgermeister Michael Cerny, Gerhard Huf und Tobias Mattes (v. l.). Foto: Simon Hauck

Die Amberger leben weiterhin sehr sicher. Sie belegen Platz fünf im bayernweiten Vergleich der 25 kreisfreien Städte. Das teilte die Stadt Amberg in einem Pressebericht mit. Die wichtigsten Indikatoren zur Sicherheitslage sprächen eine ebenso klare wie positive Sprache. Das sei beim alljährlichen Sicherheitsgespräch im Amberger Rathaus mit Thomas Schöniger, dem Polizeipräsidenten der Oberpfalz, Oberbürgermeister Michael Cerny und weiteren Vertretern von Polizei und Stadtverwaltung deutlich geworden.

„Die Stadt Amberg zeichnet sich durch einen hohen Sicherheitsstandard aus. Sie belegt mit 2328 Gesamtstraftaten und einer Häufigkeitszahl von 5473 als fünftbeste kreisfreie Stadt einen bayernweiten Spitzenplatz“, konstatierte Schöniger.

Er legte er dem Amberger Oberbürgermeister die Statistik des Jahres 2023 vor, die in vielfacher Hinsicht Anlass zur Freude gebe. Dabei waren Klaus Müller, er ist Sachgebietsleiter E2 für Ordnungs-, Schutz- und Verkehrsaufgaben im Polizeipräsidium Oberpfalz, Jürgen Dodell, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Amberg, Gerhard Huf, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Amberg, Tobias Mattes, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Amberg (VPI), Matthias Gröger, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Bernhard Mitko, Referatsleiter für Recht, Umwelt und Personal und Simon Hauck, Pressesprecher der Stadt Amberg.

Die Aufklärungsquote in Amberg liege mit 69,4 Prozent deutlich über dem bayerischen Wert von 65,2 Prozent und erst recht vor dem bundesweiten Wert von 56,3 Prozent. Es konnten also in der Vilsstadt „mehr als zwei Drittel aller Straftaten geklärt werden“, wie es der Polizeipräsident auf den Punkt brachte.

Bürger können mithelfen

Um auch zukünftig weitere Erfolge auf diesem Niveau erzielen zu können, richtete sich der Gast aus Regensburg an die hiesige Bevölkerung: „Wir benötigen dafür die Mithilfe der Amberger Bürgerinnen und Bürger. Bei verdächtigen Beobachtungen sollte keine Scheu bestehen, den Notruf 110 zu wählen. Jeder Hinweis kann für uns bedeutend und wertvoll sein“, appellierte Schöniger.

Ein Vergleich mit anderen Städten und Kommunen sei über die Häufigkeitszahl möglich. Diese gebe die Anzahl von Straftaten pro 100000 Einwohnern an. Angesichts der Tatsache, dass in Städten allgemein mehr Straftaten begangen würden als auf dem Land, sei jene Häufigkeitszahl im Zehnjahresvergleich von 7319 auf aktuell 5473 signifikant zurückgegangen – das entspreche rückblickend einem Minus von 25Prozent. Dadurch habe die Stadt Amberg im direkten Vergleich mit weiteren 24 kreisfreien Städten in Bayern sehr positiv abgeschnitten.

Damit sei Oberbürgermeister Michael Cerny bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2023 sehr zufrieden gewesen, heißt es im Bericht weiter. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit: „Diese erfreulichen statistischen Werte untermauern das gute, enge und vertrauensvolle Miteinander zwischen der Polizei, der Stadt Amberg und den Bürgerinnen und Bürgern, wofür ich Ihnen nachdrücklich danke.“ Ein weiterer wichtiger Phänomenbereich, der laut Polizeipräsident Schöniger für das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung entscheidend sei, sei das Thema Gewaltkriminalität. Hier konnte mit 77 Taten (Vergleichswert für 2022: 112) ein erfreulicher Rückgang um 31,3Prozent festgestellt werden. Das setze sich ebenfalls im positiven Zehnjahrestrend fort: So standen demgegenüber 2014 noch 94 Taten.

Gewaltdelikte oft aufgeklärt

Zugleich fokussierte Schöniger in seinen Ausführungen die besonders hohe Aufklärungsquote in diesem Deliktsbereich von 87 Prozent.

Einen Anstieg um 19,2 Prozent, also um 109 Taten auf 676Delikte, habe der Sicherheitsbericht im Bereich der Diebstahlkriminalität aufgewiesen. Der Vergleichswert von 2022 sei 567). Trotzdem sei bei der zehnjährigen Entwicklung, als 2014 noch 968 Delikte statistisch erfasst worden waren, insgesamt eine positive Tendenz zu vermerken.

Außerdem habe man in der Vergangenheit eine Reihe von Seriendieben festgenommen, betonte Schöniger im Gespräch mit Cerny. Den Anstieg der Fallzahlen in der Unterkategorie Ladendiebstahl führte er auf eine erhöhte Sensibilität der Supermärkte zurück. Sie würden mehr Ladendetektive und Überwachungskameras einsetzen, wodurch sich das Entdeckungsrisiko für die Diebe erhöhe.

Derselbe Langzeittrend manifestiere sich im Bereich Wohnungseinbruchsdiebstahl, der ebenfalls einen Rückgang um weitere drei Fälle aufweise. Er habe 2023 bei einem Wert von zehn gelegen und damit deutlich unter dem Vergleichswert von 2014, als es noch 46 Fälle waren. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle leiste im präventiven Bereich weiterhin intensive Arbeit. Viele Fälle des Wohnungseinbruchs ließen sich inzwischen mit DNA-Spuren aufklären, so Schöniger.

Die Stadt Amberg sei in der Summe nach wie vor einer der sichersten Städte Bayerns, lautete dementsprechend das Fazit des Polizeipräsidenten.