Wettbewerb
Amberg kürte beste Vorleserin: Carolina Luber fährt jetzt zum Bezirksentscheid

28.02.2024 | Stand 28.02.2024, 19:00 Uhr
Gerhard Spies

Bürgermeister Martin Preuß und Gabriele Gauder (l.) von der Stadtbibliothek gratulieren Carolina Luber zum Sieg. Foto: Gerd Spies

Ende des vergangenen Jahres waren Lehrervertreter und Wirtschaftsverbände geschockt. Deutschlands Schüler schnitten bei der neuesten Pisa-Studie historisch schlecht ab, auch auf dem Gebiet der Lesekompetenz.

Gerade deswegen ist der deutschlandweite Vorlesewettbewerb, der schon seit Jahrzehnten für Jugendliche der sechsten Jahrgangsstufe vom Deutschen Buchhandel veranstaltet wird, besonders wichtig. Kürzlich fand in der Amberger Stadtbibliothek der Stadtentscheid statt. Die Siegerin kommt aus dem Max-Reger-Gymnasium.

Fast 7000 Sechstklässler beteiligen sich jedes Jahr deutschlandweit an den insgesamt über 650 regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise. „Lesen bildet, erweitert den Horizont“, betonte bei der Begrüßung Bürgermeister Martin Preuß als Vertreter der Stadt Amberg. Der Sieger des Stadt- oder Kreisentscheids darf am Bezirksentscheid teilnehmen. Den Bezirkssiegern winkt dann der Landesentscheid, bei dem schließlich die 16 Bundesfinalisten für das Finale in Berlin ermittelt werden. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg für Carolina Luber. Sie setzte sich gegen zehn Konkurrenten aus den weiterführenden Schulen in Amberg durch.

Mit acht Mädchen waren sie bei diesem Wettbewerb eindeutig in Überzahl. Vor den fünf Juroren mussten alle zunächst drei Minuten lang einen Text aus einem selbst gewählten Buch vortragen. Die Siegerin hatte mit „Poppy Pym und der gestohlene Rubin“ das Debütwerk der englischen Autorin Laura Wood ausgewählt. In einem zweiten Durchgang erfolgte dann der Vortrag eines unbekannten Textes. Gabriele Gauder von der Stadtbibliothek wählte dafür das Buch „Das Lied des Flusses“ von Gill Lewis aus.

„Die Entscheidung war wieder sehr, sehr eng und daher für uns als Jury nicht leicht“, betonte Bürgermeister Preuß bei der Siegerehrung. Den Juroren helfen dabei allerdings klare Kriterien-Vorgaben bei der Bewertung. So wird bei der Lesetechnik beispielsweise auf flüssiges Lesen, eine deutliche Aussprache und sinngemäße Betonung geachtet. Außerdem werden die Interpretation des Textes und die Textstellenauswahl beurteilt.