Ein Wegweiser für die Zukunft
Ausbildungskompass 2025 für Amberg und Amberg-Sulzbach vorgestellt: Mehr als 120 Berufe sind vertreten

22.06.2024 | Stand 22.06.2024, 5:00 Uhr |

Die Auswahl für künftige Tätigkeiten ist in der Stadt Amberg und dem Landkreis Amberg-Sulzbach groß: Alexander Seitz und Martina Bösl haben sie in gedruckter Form zusammengefasst. Foto: Verena Fitzgerald, Stadt Amberg

Die Inflation und die Energiepreise beschäftigen Viele. Doch es ist wichtig, den Blick auf die Zukunft zu richten und die Frage zu stellen, wie die künftige Arbeitswelt aussehen wird, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg.

Immer weniger junge Menschen finden demnach den Weg in eine Ausbildung, daher müssten Unternehmen neue Wege gehen, um Lehrstellen zu besetzen.

Eine wesentliche Unterstützung bietet dabei der Ausbildungskompass, der nun bereits zum fünften Mal erscheint, so die Mitteilung weiter. Dieses Kompendium erleichtere die Berufsorientierung, indem es junge Menschen und Betriebe direkt miteinander in Kontakt bringe.

Der Ausbildungskompass wird von den Wirtschaftsförderungen des Landkreises Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit, der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim, der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, der Kreishandwerkerschaft Amberg-Sulzbach, dem Naturpark Hirschwald und der AOVE Regionalentwicklung herausgegeben. Er biete einen umfassenden Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region.

Auch FSJ-Angebote enthalten



„Dabei werden aber nicht nur die klassischen Lehrstellen in den jeweiligen Unternehmen aufgelistet, es finden sich zudem auch Informationen darüber, welche Betriebe Ferienjobs, Praktika oder ein Duales Studium anbieten. Hinzu kommen Angaben, wo die jungen Menschen ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, den Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr ableisten können“, betonen Martina Bösl, Projektkoordinatorin der Wirtschaftsförderung Amberg-Sulzbach und Alexander Seitz von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Amberg mbH.

Über 120 Berufsbilder würden ansprechend und optisch hochwertig dargestellt darauf warten, entdeckt zu werden. Übersichtlich aufbereitete Diagramme ermöglichten einen Überblick über die Ausbildungsvergütung und die Eignung für die angebotenen Berufe. Zu nahezu allen Ausbildungsprofilen gebe es ferner einen Info-Film, der über einen QR-Code aufgerufen werden könne.

Auf der Homepage ausbildungskompass.de kann zudem weiterhin ein Berufscheck durchgeführt werden: Dabei können die jungen Nutzer ihre Wunschbranche mit den eigenen Stärken und den bevorzugten Schulfächern kombinieren, um per Mausklick eine Auswahl der dazu passenden Berufe zu finden. Auf diese Weise lasse sich bereits eine kleine Vorauswahl treffen, welcher Beruf gut zu den jeweiligen Interessenten passe.

Der Ausbildungskompass sei nicht nur Pflichtlektüre für junge Leute, die vor der Berufswahl stehen, er sei auch für Unternehmer, Arbeitsvermittler und Wirtschaftsförderer ein Instrument bei der Suche nach den künftigen Fachkräften. „Der Ausbildungskompass ist eine tolle Möglichkeit für Betriebe, die für sich und ihr Lehrstellenangebot in der Region werben möchten. Und in den Schulen wird der Ausbildungskompass mit eigens dafür konzipierten Materialien immer öfter in den Unterricht einbezogen, wenn es um Berufsorientierung und Berufswahl geht. Dies zeigt, wie wichtig dieses Kompendium für unsere Region inzwischen geworden ist“, so die Projektkoordinatoren.

Kompass an alle Schulen verteilt



Die gedruckte Version des Kompasses für das Ausbildungsjahr 2025 wurde an alle Schulen im Landkreis und der Stadt Amberg verteilt, um die Zielgruppe unmittelbar zu erreichen: Schüler, Eltern und Lehrer.

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Außerdem ist der Ausbildungskompass in den Rathäusern, im Landratsamt, bei der Agentur für Arbeit sowie bei Unternehmen, Krankenkassen und Banken kostenlos erhältlich.

Digitales Angebot



Internet: Der Ausbildungskompass ist online auf der Homepage www.ausbildungskompass.de als digitale Version landkreisübergreifend abzurufen.

Umkreissuche: Im Internet ist darüber hinaus auch eine Umkreissuche für Jobs programmiert, sodass sich Interessenten zusätzlich auch noch Informationen einholen können, wie man eine ins Auge gefasste Ausbildungsstelle mit Bus und Bahn erreichen kann.

Barrierefreiheit: Die Website ist über Google Chrome in alle Sprachen übersetzbar, hierdurch können auch Schüler mit Sprachbarrieren und Migrationshintergrund die Ausbildungsangebote in ihrer Region entdecken.