Urgestein wurde verabschiedet
Freie Wähler Schmidmühlen im Aufwärtstrend: Marktrat stand bei JHV im Fokus

01.03.2024 | Stand 01.03.2024, 19:00 Uhr
Josef Popp

Der Ortsverband musste dem ehemaligen Winbucher OrtsvorsitzendenGeorg Koller (4. v. l.) Lebewohl sagen, der zum Jahresbeginn den Weg in den politischen Ruhestand antrat. Foto: Josef Popp

Der Rückblick auf das vergangene Jahr, ein Dankeschön für einen langjährigen Marktrat und Informationen aus dem Landtag: All das stand bei der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Schmidmühlen im Dorfgemeinschaftshaus Winbuch auf der Agenda.

Ortschef Thomas Wagner informierte dabei über die Arbeit der Fraktion. Seit einigen Jahren steht die Ansiedelung eines Vollsortimenters, ein Rewe-Markt, nicht nur im Mittelpunkt der kommunalen Arbeit, sondern auch bei der Bevölkerung. Nach wie vor steht die Fraktion „voll und ganz“ hinter dem Bestreben Schmidmühlens, den Markt anzusiedeln. Und dies auch trotz aller Schwierigkeiten, die es zu lösen gibt. Laut Wagner würde dies den Markt deutlich aufwerten.

Scheitern mit Antrag zu offenen Ganztagsschulen



Ferner war die Sanierung des Theaterstadels sowie die mögliche Nutzung des alten Netto-Supermarktes als Getränkemarkt immer wieder ein zentrales Thema im Gemeinderat. Beim Thema der offenen Ganztagsschule habe sich die Fraktion mit dem Vorschlag der vollen Kostenübernahme für die Eltern nicht durchsetzen und die erforderliche Mehrheit nicht erzielen können.

Mit Georg Koller galt es, ein Winbuchner Urgestein aus der politischen Arbeit zu verabschieden. Koller war vier Jahre Ortsvorsitzender von Winbuch und für die Freien Wähler Schmidmühlen insgesamt fünfzehn Jahre Gemeinderat.

Fraktion bedauert Rückzug vom Georg Koller



Auf seinen eigenen Wunsch hin schied er mit Wirkung zum Jahresbeginn aus dem Marktrat aus. Zum Bedauern seiner Fraktion. Wagner würdigte seine Arbeit für die Gemeinde, zu der auch 24 Jahre als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft, neun Jahre als Schützenmeister der SG Weiß-Blau Winbuch und viele Jahre als Ausschussmitglied bei der Feuerwehr Winbuch gehörten. Mit einem Präsent dankten ihm die Freien Wähler für seine Arbeit. Für ihn rückt Daniel Sandner nach.

Kassier Torsten Flieder konnte durchweg positive Zahlen vermelden. Besonders erfreulich sei, dass der Aufwärtstrend der Freien Wähler in der Lauterachtalgemeinde anhalte und stetig nach oben zeige. Die Zahl der Mitglieder stieg auf 30 an.

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Nach dem formellen Teil überbrachte der Landtagsabgeordnete Bernhard Heinisch seine Grußworte und gab einen Einblick in den Alltag des Landtags und seine Arbeit in den einzelnen Ausschüssen. Er informierte über seine Arbeit im Ausschuss für Fragen des öffentlichen Dienstes und im Ausschuss für Kommunale Fragen, Innere Sicherheit und Sport. Besonders im kommunalrechtlichen Bereich möchte er sich intensiv dafür einsetzen, dass den Kommunen die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden.

Arbeit trifft auf Widerstand der Opposition



Auf dem Gebiet der Inneren Sicherheit werde an einem Datenerfassungssystem für die Polizei gearbeitet, um deren Arbeit zu erleichtern, was jedoch auf Widerstände von Seiten der SPD und Grünen stoße. Des Weiteren gab er zu bedenken, wie scheinheilig die AfD agiere. Bei sämtlichen Abstimmungen enthalte sie sich und übernehme keinerlei Verantwortung. Es sei erschreckend, wenn man dies hinter den Kulissen mitbekomme und deshalb sein Anliegen es auch vor Ort bei den Bürgern zu erwähnen. Den Ortsverband Schmidmühlen lud er zu einer der beiden Fahrten in den Landtag ein.