Der Sport war ihm immer wichtig
Klaus Görk aus Kümmersbruck feierte 85. Geburtstag – Die Jahre in Damaskus prägten ihn

05.02.2024 | Stand 05.02.2024, 19:00 Uhr
Klaus Högl

Bürgermeisterin Birgit Singer Grimm (l.) gratulierte dem engagierten Jubilar. Foto: Klaus Högl

„Der Sport war immer ein ganz wichtiges Element in meinem Leben“, sagte Klaus Görk vor exakt fünf Jahren. Jetzt feierte der Kümmersbrucker, der 1939 in Leipzig geboren wurde seinen 85.Geburtstag.

Sport sei ihm nach wie vor wichtig, allerdings nicht mehr so aktiv. Er hat mittlerweile beim TC Rot-Weiß Amberg den Platz gewechselt, vom Court zum Stammtisch. „Bei Wind und Wetter“, erzählte seine Frau, ist er mit seiner Hündin Lucy täglich unterhalb der Schweppermannkaserne unterwegs.

In den 1970ern war Görk noch Außenhandelsökonom im Konsulat der damaligem DDR in Damaskus. Ziemlich abenteuerlich flüchtete er 1981 über Kopenhagen in die Bundesrepublik. Eine Rückkehr war ausgeschlossen, denn das Staatsgefängnis wäre die Folge gewesen. Die Jahre in Damaskus waren für ihn prägend. Es war ihm möglich von Syrien den Irak, Jordanien, Jemen und ihre geschichtsträchtigen Orte wie zum Beispiel Petra oder Polamyra zu bereisen.

Er erkundete fast den gesamten Nahen Osten, der ihm aus gutem Grund bis heute wichtig ist. Der 85-Jährige war 1973 in Damaskus, als am jüdischen Feiertag Jom Kippur der Krieg zwischen Syrien und Ägypten auf der einen und Israel auf der anderen Seite ausbrach. Er hat den Dauerbeschuss von Damaskus miterlebt und einen Granatsplitter, der direkt neben ihm einschlug, als „ewige“ Erinnerung aufgehoben.

1981 fasste er in Deutschland Fuß, heiratete 1989 seine Frau Helga in Mühlheim/Ruhr und kam aus beruflichen Gründen nach Kümmersbruck. Dort baute er 1994 und auch sein Sohn Alexander ist hier geboren. Ein Jahr später wurde Görk Mitglied beim TC Rot Weiß Amberg, ab 1995 Jugendleiter und war Jahrzehnte Vorstandsmitglied. Außerdem war er Jugendleiter beim TSV Kümmersbruck und Mitglied in der Siedlergemeinschaft Kümmersbrucker Heide. 2003 ging er in den Ruhestand und war danach freiberufliche Honorarlehrkraft in der Kolping-Bildungseinrichtung.

Am Samstag herrschte bei dem Jubilar reger Besuch, auch Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm war gekommen.

aeu