„Wer hout Kirwa? Mia hom Kirwa!“
Vier Tage lang feierte Ebermannsdorf Kirchweih – Volles Festzelt bei Public Viewing am Freitag

20.06.2024 | Stand 20.06.2024, 17:00 Uhr |

Der Blumenstrauß wanderte beim letzten Tanz in die Hände des neuen Oberkirwamoidl Amelie Hahn (mit blauer Schärpe). Foto: Wendl

Mit einem Publicviewing des EM-Eröffnungsspiels startete die 17. Kirwa in diesem Jahr bereits am Freitagabend im voll besetzten Festzelt. Bis spät in die Nacht feierten die Fans den deutschen Sieg.

Der Samstagvormittag stand ganz im Zeichen des schnurgeraden Baumes aus dem von-Eybschen-Wald, der von den Kirwaleuten mit viel Herzblut geschmückt und anschließend an seinem Platz inmitten der Tanzfläche auf dem Festplatz sicher verankert wurde.

Steaks und Bratwürste

Schon bald füllte sich die Luxemburger Festwiese, als die Senioren der Einladung der Gemeinde folgten und sich zum gemeinsamen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Festzelt einfanden und sich bei guter Unterhaltung und angenehmer Musik wohlfühlten.

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Mit dem Einzug der Kirwaleute, zusammen mit Bürgermeister Erich Meidinger (CSU) und dem Vorstand Simon Wendl, startete am Abend der offizielle Teil der Kirwa. Bürgermeister Meidinger durfte das erste Fass Naabecker anzapfen.

Der Vorstand bedankte sich bei den Kirwapaaren, den vielen freiwilligen Helfern und Sponsoren, die die Kirwa jedes Jahr unterstützen. Der Tradition folgend eröffneten die 18 jungen Kirwapaare mit ihrem ersten Tanz und den ersten Schlücken aus ihren Maßkrügen den Abend, den die Musiker von der Band Sakrisch begleiteten.

Nach einer kurzen Nacht fanden sich die jungen Damen und Herren pünktlich zum Kirchweih-Gottesdienst in der alten Johanneskirche am Schlossberg ein und folgten der Messe aufmerksam.

Im Anschluss stärkten sich beim Mittagstisch für den restlichen Tag. Einige hundert Portionen Mittagessen gingen für die hungrigen Gäste über die Theke, zubereitet von Björn Schulze. Fleißige Helfer sorgten an allen Tagen für ausreichend frisch zubereitete Steaks, Bratwürste, Zwiebelkuchen, Käse, Fisch und viele andere Speisen und Getränke. Auch für eine große Auswahl an Kuchen war gesorgt.

Mit der Zeit verlagerten sich die Gäste nach draußen, es wurden Bänke aus dem Zelt getragen und rund um die Tanzfläche gestellt. Das Austanzen des Kirwabaums startete mit einer Nachwuchsgruppe aus dem Kindergarten Sonnenschein. Die kleinen Buben und Mädchen zeigten, dass auch ihnen schon die Musik im Blut liegt und sangen aus Leibeskräften mit.

Mit Gejohle wurden die fesch herausgeputzten Paare am Kirwaplatz abgeladen und D’Allerscheynstn geleiteten sie mit zünftiger Musik auf die Tanzfläche. Hier zeigten die jungen Leute, was sie in vielen Übungsstunden mit ihrer Tanzlehrerin Carolin Vieracker gelernt hatten. Mit begeistertem Applaus wurden die traditionellen Tänze mit Hebe- und Drehfiguren bedacht, während Tänzer immer wieder riefen „Wer hout Kirwa? Mia hom Kirwa!“.

Beim G‘Stanzel-Singen machten sich jedoch die arg in Mitleidenschaft gezogenen Stimmbänder der Paare bemerkbar, was aber der Gaudi keinen Abbruch tat.

Ihrer Tanzlehrerin Caro galt der gemeinsam gesungene Dank, den auch alle wieder gut verstanden. Sie erhielt einen Blumenstrauß für ihr Engagement. Ein zweiter Strauß wanderte schließlich beim letzten Tanz durch die Hände der Paare, wurde von den einen so schnell wie möglich weitergegeben, andere liebäugelten ein wenig damit. Alle hielten die Luft an, wenn die Musik kurz aussetzte, aber gleich wieder weiterging.

Erst als die Musiker mitten im Spiel aufhörten, wussten alle wer das neue Oberkirwapaar mit dem Strauß in der Hand war. Kreischend fielen 17 Mädels über das neue Oberkirwamoidl Amelie Hahn her, während 17 Jungs den neuen Oberkirwaburschen Tom Baldauf in die Luft warfen vor Freude.

Musik der Band In oiner Dur

Ihre Vorgänger im Amt, Fabian Breitkopf und Lea Preischl, legten ihnen die frisch bedruckten Schärpen um und beglückwünschten das neue Oberkirwapaar.

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Freudestrahlend und ein wenig erschöpft zogen die 18 Paare mit der Musik ins Festzelt und mischten sich schließlich unter die Gäste. Im Schein der untergehenden Sonne klang der Sonntag dann gemütlich bei angenehmer Kirwamusik und guten Gesprächen aus.

Die Lose, die am Wochenende alle verkauft worden waren, kamen in die Lostrommel und der erste Sieger dürfte sich über den gewonnenen Kirwabaum freuen. Auch weitere glückliche Gewinner wurden per Losentscheid ermittelt und beglückwünscht.