Jahreshauptversammlung
Zahl der Einsätze steigt rasant: Kümmersbrucker Feuerwehr rückte im letzten Jahr 122 Mal aus

09.01.2024 | Stand 09.01.2024, 17:00 Uhr
Klaus Högl

Mit den beförderten Aktiven freuten sich unter anderem Kreisbrandmeister Dominik Ernst, 3. Bürgermeister Hubert Blödt (v. l.) und Bürgermeister Roland Strehl (4. v. r.). Foto: Klaus Högl

Das Jahr beginnt für die Feuerwehr in Kümmersbruck immer am Dreikönigstag, das hat Tradition. Es gibt praktisch kein neues Jahr ohne Bilanz, Rückblick und Ausblick: Bei der Generalversammlung, die immer am 6. Januar stattfindet, finden sich regelmäßig auch die Sternsinger ein.

In der proppenvollen Schloßwirtschaft wurde von Vorstand Christoph Richter und Kommandant Alwin Holzner dargelegt, was die Kümmersbrucker Wehr „hochprofessionell mit besten Referenzen macht“, wie es Bürgermeister Roland Strehl sagte.

In der Tat zeichnen sich die Kümmersbrucker „Floriansjünger“ durch hohen Leistungsstandard aus, sie haben eine starke aktive Truppe. Beweis: Sie hatte im letzten Jahr einen Höchststand zu verzeichnen, den zwar niemand unbedingt braucht, der aber auch ein Parameter für eine Freiwillige Feuerwehr ist: 122 Einsätze seien so viel wie nie, stellte Holzner fest. Das seien 15 mehr als im Vorjahr. 38 Mal mussten Brände gelöscht werden, sieben weniger als 2023, dafür stieg die Zahl der technischen Hilfestellungen auf 55 Einsätze. Am Ende leisteten die Freiwilligen 1632 Stunden ab – umgerechnet etwa 68 Tage oder knapp zehn Wochen.

Die Familie wächst um 19 weitere Mitglieder

Wenn man so will, gab es aber auch noch eine Bestleistung, die Vorstand Richter vermelden konnte: 457 Mitglieder sind jetzt Feuer und Flamme für Kümmersbrucker Wehr, das bedeutet allein 19 Neuaufnahmen im letzten Jahr. Die von Strehl als „große Familie“ bezeichnete Wehr hat vorneweg eine leistungsstarke, bestens ausgebildete Truppe von 61 Aktiven und davon 20 Atemschutzträgern, denen der ganz besondere Dank zuteilwurde.

Egal ob ABC-Einsatz bis hin zu den Drohneneinsätzen, die 1632 Stunden wollen erst einmal geleistet werden. „Und zwar nicht zum Eigennutz, sondern für die Menschen, für die Bürger“ hob Kreisbrandinspektor Armin Daubenmerkl bei seiner Laudatio hervor.

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Und schließlich ist in diversen Lehrgängen das Können stets zu erweitern. Das machen die Kümmersbrucker vorbildlich, diverse Abzeichen und Beförderungen sind ein deutlicher Beleg dafür. Es gebe, so legten es Holzner und Richter dar, drei tragende Säulen zum Aufrechterhalten eines funktionierenden Betriebes: Da sei zuallererst eine motivierte Mannschaft.

Unterstützung der Kommune von großer Bedeutung

Wichtig sei zum anderen eine Kommune, die weiß, was ihr die FF Kümmersbruck wert ist, und die sie deshalb auch finanziell und materiell ausstattet. Dann ist da auch eine Nachwuchsarbeit, die jetzt mit der Kinderfeuerwehr bereits ins fünfte Jahr geht, wie Florian Vogl sagte. Lena Mauel ist Jugendwartin und kann eine ertragreiche Jugendarbeit vorweisen, aber auch ein reichliches gesellschaftliches Leben weit über die tägliche Arbeit hinaus.

Weil dann auch noch Schatzmeister Felix Götz einen positiven Blick in die Vereinsschatulle gewährte, ist „alles bestens in Schuss“. Ein Wunsch bleibt noch offen: Waren es vor vier Jahren noch 63Einsätze, stieg diese Zahl in der jüngsten Vergangenheit kontinuierlich, bis sie sich 2023 fast verdoppelt hatte. Die Hoffnung bleibt, dass die Entwicklung heuer wieder umgekehrt werden kann.