Feuerwehr im Einsatz
Brand im Kalkwerk: Warnung vor starker Rauchentwicklung im Regensburger Norden

17.11.2023 | Stand 18.11.2023, 9:22 Uhr |

Im Regensburger Kalkwerk brach am späten Freitagvormittag ein Brand aus. − Foto: Philip Hell

Im Kalkwerk gerieten am Freitag zwei Gefahrstoff-Silos in Brand. Die Feuerwehr ist seit dem späten Vormittag im Regensburger Norden im Einsatz. Straßen und die Bahnstrecke nach Schwandorf waren vorübergehend gesperrt.



Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage erklärte, brach das Feuer gegen 11.30 Uhr aus. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Anwohner wurden vor starker Rauchentwicklung gewarnt. Das betroffene Gebiet im Stadtnorden solle gemieden werden, hieß es in der Warn-App NINA.

Um das Kalkwerk wurde ein Sperrradius von 100 Metern eingerichtet. Die Pilsen-Allee wurde im betroffenen Bereich in beide Richtungen gesperrt. Auch auf der Schiene kam es wegen des Brandes zu erheblichen Einschränkungen. Die Bahnstrecke zwischen dem Regensburg Hauptbahnhof und Schwandorf musste gesperrt werden, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Gegen 15.30 Uhr konnte die Sperrung der Zugstrecke laut einem Polizeisprecher wieder aufgehoben werden. Die Pilsen-Allee wurde um 17 Uhr wieder freigegeben.

Brand im Kalkwerk Regensburg: Straßensperre am Abend aufgehoben



Die Löscharbeiten dauerten am Nachmittag noch an. „Der Brand schwelt noch“, sagte ein Polizeisprecher gegen 14.45 Uhr. Die Feuerwehr versuche sukzessive, an die Brandherd im Silo heranzukommen. In den betroffenen Silos sind laut Martin Seidl, Abteilungsleiter des Einsatzdienstes der Berufsfeuerwehr, Schwefel und andere schwefelhaltige Stoffe gelagert. Vor der eigentlichen Brandbekämpfung müsse die Explosionsgefahr eingedämmt werden. Gegen 16 Uhr war der Brand unter Kontrolle. „Der Einsatz wird sich noch länger hinziehen“, erklärte Seidl. Die Feuerwehr wird bis in die Nacht hinein beschäftigt bleiben.

Eine Person – ein Mitarbeiter des Kalkwerks – wurde vom Rettungsdienst untersucht. Dabei handelte es sich Seidl zufolge um eine Vorsichtsmaßnahme. Schwerverletzte gab es demnach nicht. Die Brandursache blieb am Freitag unklar.

− jra