Sponsorenabend bringt Neuigkeiten
Ein neuer Kanadier kommt nach Regensburg, der punktbeste Verteidiger bleibt ein Eisbär

28.05.2024 | Stand 28.05.2024, 21:25 Uhr

Zuletzt im Pustertal in Aktion: Der Kanadier David Morley (in Gelb) kommt aus Italien zu den Eisbären. Foto: Imago/Gepa pictures

Beim Sponsorenabend der Eisbären Regensburg war angerichtet für wichtige Nachrichten. Verkündet wurde am Dienstagabend zum einen, dass der Meister der zweiten Eishockey-Liga die 2000er-Marke an Dauerkarten für die 4712 Zuschauer fassende Donau-Arena geknackt hat. Vor allem aber gab es Personalnews, nach denen die Fans im Sommer stets lechzen.



Mit dem Kanadier David Morley bekommen sie in der neuen Saison ab 13. September einen neuen Kontingentstürmer zu sehen. Und gleichzeitig bleibt Altbewährtes: Jakob Weber (28) geht in ein achtes Seniorenjahr bei seinem Heimatverein.

Geschäftsführer Christian Sommerer ordnet den Morley-Transfer so ein: „Wenn sich die Möglichkeit bietet, so einen Topspieler für uns zu gewinnen, müssen wir zuschlagen. In vielen Gesprächen konnten sich beide Seiten ein Bild voneinander machen und schnell war klar, dass wir zusammenarbeiten möchten. Wir freuen uns darauf, David und seine Familie im Juli in Regensburg bei den Eisbären zu begrüßen.“

Viele bekannte Mitspieler

Der 33-Jährige misst nur 1,71 Meter, hat mit einer ganzen Litanei bekannter Namen in Nordamerika und Europa gemeinsam gespielt und sie teils mit seinen Statistiken übertroffen. Zuletzt kam er in Südtirol beim HC Pustertal auf 53 Skorerpunkte in 51 Partien – und sammelte nur vier Strafminuten. Davor spielte er sieben jahre für drei Klubs in Norwegen mit einer satten Ausbeute von 357 Torbeteiligungen in 285 Einsätzen.

„Ich bin ein Spielmacher, der auf dem Eis gerne kreativ ist.“ Vor seiner Entscheidung für die Eisbären habe er sich bei vielen Freunden erkundigt, die in Deutschland spielen oder gespielt haben: „Alle haben mir versichert, dass Regensburg ein großartiger Ort ist. Ich habe eine junge Familie und es war daher für uns besonders wichtig, wo wir hingehen. Außerdem gibt es auch abgesehen von der tollen Stadt nichts Besseres, als zu einer Mannschaft mit Siegermentalität zu wechseln. Als frisch gebackener Meister waren die Eisbären also die perfekte Wahl für mich.“

Er habe sich auch bei Corey Trivino über den Standort, das Team, die Organisation und die Stadt erkundigt, der nur in den höchsten Tönen über Regensburg gesprochen habe. „Jetzt hoffe ich natürlich auf eine weitere erfolgreiche Saison.“

„Kein Grund, Anderes zu machen“

Für eine tragende Säule des Eisbärenspiels stand der Verbleib im Eisbären-Team nie in Frage. „Max (Trainer Kaltenhauser, d. Red.) und ich waren uns recht schnell einig“, berichtet Jakob Weber, der in den vergangenen fünf Jahren stets der punktbeste Defensivakteur der Eisbären war und auf inzwischen 315 Einsätze mit 233 Skorerpunkten (60 Tore, 173 Vorlagen) kommt, von unkomplizierten Gesprächen. „Ich fühle mich wohl, kenne das Umfeld und es läuft so gut: Es gibt also keinen Grund, etwas Anderes zu machen.“

Was kaum jemand bemerkt: Jakob Weber ist kein Eishockey-Vollprofi, sondern arbeitet halbtags und schwärmt auch davon: „Das funktioniert bei Krontec für mich schon seit zwei Jahren so flexibel. Da kann ich mich auch als Ingenieur weiterentwickeln. Ich glaube so ist es am Ende für alle drei Seiten ein cooles Konzept.“

Jakob Weber weiß nach der Meisterschaft auch: „Egal, was man sich als Ziel setzt, die Erwartungshaltung ist gestiegen. Wir müssen schauen, dass wir das in den Griff bekommen. Wir fangen wieder bei null an. Ein Ausreißerjahr ist noch keine Regel.“ Seine Punkte bewertet Weber, der wie die Topreihe auch in der Plus-Minus-Wertung Topwerte vorzuzeigen hat, aber nicht über: „Das ist eher ein Nebenprodukt. Ich sehe mich eher als Meisterspieler. Bei so einer Offensivreihe und Powerplayeinsätzen kommen die Punkte von selber. Aber die ganze Reihe hat ja gezeigt, dass wir gut defensiv gespielt haben und vorne produziert.“