Ausstellung
Feminismus, Freiheit, Filterblasen

Europa bunt schattiert: Ausstellung ist im Kulturraum Vor der Grieb zu sehen

09.02.2024 | Stand 15.02.2024, 11:01 Uhr

Eine feministische Fotoserie zeigt Stephie Braun. Foto: Braun

In welchen Schattierungen und Formen zeigt sich Europa in unserem täglichen Leben? Der Regensburger Studierendenverein Junges Europa e. V. hat Künstler sowie Studierende nach ihrer Sicht auf Europa gefragt. Ab Mitte Februar werden ihre Antworten auf diese Frage in Form von bunt schattierten Fotografien, Illustrationen und (Textil-)Installationen präsentiert. Die lokalen Eindrücke und Perspektiven sind laut einer Pressemitteilung der Stadt Spiegelbilder kollektiver Erfahrungen und geben Anreiz, über die vielschichtigen Facetten Europas nachzudenken.

Die Gruppenausstellung ist von 17. Februar bis 3. März im Kulturraum Vor der Grieb zu sehen. Am 16. Februar findet um 19 Uhr eine Vernissage statt, die beteiligten Künstler sind anwesend. Die Ausstellung „Europa bunt schattiert: Feminismus, Freiheit, Filterblasen“ und das Begleitprogramm heben Höhepunkte, aber auch Bruchkanten Europas auf eine künstlerische Weise hervor und schaffen so einen Raum für kritische Betrachtung. Sie laden dazu ein, Europa und seine Möglichkeiten im Vorfeld der Europawahlen im Juni aktiv zu reflektieren.

Das kulturelle Jahresthema „Katzenjammer" erweitert den Blickwinkel auf die Ausstellung: Wo stoßen wir im europäischen Kontext auf Herausforderungen? Und an welchen Stellen profitieren wir noch heute von der Einheit Europas?

Die in Regensburg geborene Fotografin Stephie Braun präsentiert als Antwort auf diese Fragen eine feministische Fotoserie, die mit der mythologischen Figur Europa spielt. Illustratorin Sina Simbürger zeigt ihr Reisetagebuch durch Kreta, Prag und Straßburg. Auch die europäische Grenzpolitik wird reflektiert: Felix Bock bespielt das Thema mit einer Installation und digitalen Collagen. Daniel Kempf-Seifried präsentiert in einer Diashow seine fotografischen Eindrücke einer Sea-Eye-Rettungsmission.

Die Sicht Regensburger Studierender ergänzt die Ausstellung mit jungen Perspektiven: Neben klassischen Europalandschaften in Acryl von Maria Reiss präsentieren Julia Strohmeier und Klara Hahn kritische Installationen zu den Themen Chancengleichheit und Filterblasen. Lucia-Marie Ruß skizziert mithilfe von Bild- und Textfragmenten Eindrücke ihres Erasmus-Studiums. Auch die Regensburger Kreidekünstlerin „Kreideaufbeton“ wird vertreten sein.

Zwei Beiträge des Jungen Europa umranden die Ausstellung. Sie fangen Stimmen in audio- und visueller Form auf und stellen europäischem Katzenjammer weitere Perspektiven gegenüber. Die Ausstellung wird von einem Rahmenprogramm begleitet: Am 21. Februar bietet Kommunikationstrainerin Marlene Gluma um 18 Uhr einen Kreativ-Workshop zum Thema „Stimme (gegen Katzenjammern)“. Ein weiterer Höhepunkt des Begleitprogramms ist eine Lesung von Büchner-Preisträger Jan Wagner, der am 29. Februar aus „Grand Tour: Reisen durch die junge Lyrik Europas“ liest. Am 1. März gibt es einen gemütlichen Pop-up-Kinoabend in Kooperation mit dem Transit Filmfest. Die Galerie ist donnerstags und freitags von 17 bis 21 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.