Musik
Himbisa Mukama Afrika Chor: Bässe und Tenöre dringend gesucht

13.09.2023 | Stand 13.09.2023, 19:00 Uhr |

Der Himbisa Mukama Afrika Chor bei einem Konzert in der Bergkirche Dreifaltigkeit Foto: Michael Arend

Von Hans Scherrer

Es dauert zwar noch knapp ein Jahr, bis die „International School of Music, Languages and Polytechnic Studies“ (IMLS) eröffnet wird. Die Vorbereitungen dazu in Regensburg aber starten ab sofort. Denn im August 2024 werden der Himbisa Mukama Afrika Chor, eine Trommelgruppe und ein Orchester für etwa zwei Wochen nach Ostafrika reisen, um die Einweihungsfeierlichkeiten musikalisch zu umrahmen. Beide Ensembles kommen aus Regensburg. Auf dem Programm des Aufenthalts in Uganda wird auch eine Safari mit Besuch der Berggorillas ermöglicht.

Der Himbisa Mukama Afrika Chor („Preiset den Herrn“) wurde vor elf Jahren von Joseph Wasswa gegründet und hatte seine geradezu sensationelle Premiere beim Deutschen Katholikentag 2014 in Regensburg. Das Repertoire des Ensembles besteht vorwiegend aus afrikanischen Liedern. Da der Chor derzeit noch überwiegend aus Frauen besteht, werden Männer gesucht, die mitsingen möchten. Wasswa: „Wir brauchen dringend Tenöre und Bässe.“

Erfolgreiche Partnerschaft

Und ein Orchester soll auch noch gegründet werden, das „euroafrikanische Musik“ spielt. „Willkommen sind Streicher, Bläser und Schlagzeuger bzw. Perkussionisten. Und auch die Stilrichtung steht schon fest: „Das Repertoire orientiert sich an Afrikanischer Popmusik."

Die Zusammenarbeit mit der IMLS ist nicht neu. Schon im Oktober 2018 machten sich zehn Musiklehrer der städtischen Sing- und Musikschule Regensburg auf den Weg nach Uganda, um dort etwa 200 Schülern Instrumental- und Vokalunterricht zu erteilen. Im Mai letzten Jahres kam dann eine Auswahl von Schülern nach Regensburg, um während eines dreiwöchigen Aufenthalts ihr Können zu vertiefen. Der Erfolg war überwältigend: So bestanden sie nicht nur die Abschlussprüfung, sondern aus manchen Schülern waren mittlerweile sogar Lehrer geworden. Und im vollbesetzten Neuhaussaal wussten die jungen Gäste aus Ostafrika das Publikum von ihrem hohen Spielniveau zu überzeugen.

„Die in Masaka gegründete Nichtregierungsorganisation IMLS legt den Schwerpunkt auf die Weiterentwicklung eines verlässlichen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangebots für das Musik- und Kulturzentrum vor allem für talentierte Straßenkinder und solche aus sozial schwierigen Verhältnissen in der Stadt Masaka“, sagt Wasswa.

Entsprechend bescheiden waren auch die Anfänge der IMLS, erinnert sich Wolfgang Graef, der Leiter der städtischen Sing- und Musikschule Regensburg, der 2018 mit in Uganda war. „Der Unterricht fand mangels geeigneter Räumlichkeiten im Freien statt, im Schatten unter Palmen“. Und dennoch: die Ergebnisse waren beeindruckend. „Nach relativ kurzer Zeit hatten sich schon Fortschritte eingestellt, die ein Lächeln auf die Gesichter der Schüler zauberten.“

Mit 40 Schülern angefangen

Mit 40 Schülern habe man angefangen, heute sind es ca. 1000, erzählt Wasswa, der sich schon auf die Eröffnungsfeier im nächsten Jahr in seiner Heimat freut, an der sowohl der Himbisa Mukama Chor, als auch das Orchester mitwirken sollen.

Die Proben für den Chor beginnen ab sofort und finden jeden Donnerstag zwischen 19.30 und 21.30 Uhr im Pfarrheim Heilige Dreifaltigkeit, Steinweg 28a, statt. Auskunft für Interessierte an Chor, Orchester oder Trommelgruppe erteilt der Förderverein für Musik und Kultur Uganda e.V. unter Tel. (0941)46373861 oder über die Vereins-Homepage www.fmk-uganda.de.