CampusAsyl-Theater
Integration auf der Bühne

CampusAsyl führt am Wochenende ein Theaterstück auf

25.09.2023 | Stand 28.09.2023, 11:22 Uhr

Das Theaterstück „Achtundendlich Tasten“ spielt mit der Wahrnehmung der individuellen Wirklichkeit. Foto: Alexandra Herger

An diesem Wochenende präsentiert das CampusAsyl-Theater sein neues Stück „Achtundendlich Tasten“ im W1-Kulturzentrum. Das Integrationsprojekt thematisiert dabei die individuelle Wahrnehmung der Wirklichkeit und lässt bewusst Gestaltungs- und Interpretationsräume offen. „Achtundendlich Tasten“ ist ein Spiel mit der Wirklichkeit. Denn diese kann je nach Person völlig unterschiedlich sein. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund fällt der Kontakt im neuen Land oft schwer, sie fühlen sich häufig missverstanden. Andere Gepflogenheiten und ein Mangel an Begegnungsorten erschweren zudem die Integration - Sie bleiben deshalb meist unter sich. „Es ist schwer, mit Deutschen in Kontakt zu treten“, sagt Alexandra Herger, Leiterin der Theatergruppe.

Das etwa 45 Minuten lange Stück thematisiert konkret die Sprachbarriere, die auch die Schauspieler selbst im Alltag beeinträchtigt. So treffen die Protagonisten im Stück auf einen Prominenten, der wiederum ihre Bitten nach Fotos und Autogrammen nicht versteht.

Neben der Sprachförderung hat das Projekt noch ein weiteres Ziel: Menschen ungeachtet ihrer Herkunft zusammenführen.

Beim CampusAsyl-Theater proben Menschen aus Syrien, der Ukraine, Bangladesch und Deutschland seit Januar gemeinsam. Sie helfen sich auch gegenseitig bei Problemen – im Alltag und mit der neuen Sprache. Über das Theater wird die Sprache spielerisch gelernt, weit entfernt vom theoretischen und alltagsfernen Lernen in Sprachkursen. Verständigung ist zudem mehr als nur gesprochene Sprache – auch Mimik und Gestik helfen bei der Kommunikation; bei Proben, aber auch im alltäglichen Leben. Das CampusAsyl-Theater setzt sich aus Abdulhadi Alahmad, Sarhad Hannan, Sanzida Islam, Maryna Kovryhina, Dimitrij Lich, Maria Lichtenauer, Nadine Liebert, Sofiia Lysenko, Yuliia Lysenko, Hassan Shewa und Bruna Wenzel zusammen. „Es macht mich stolz, zu sehen, wenn Menschen, die am Anfang gar kein Wort Deutsch sprechen konnten, sich nun unterhalten können“, freut sich Herger.

Schon dieses Wochenende ist es soweit: Die Premiere findet diesen Samstag um 19.30Uhr im W1-Zentrum für junge Kultur (Weingasse 1, Regensburg) statt. Weitere Vorstellungen sind am Sonntag um 19.30 Uhr und am Montag um 18.30 Uhr. Der Eintritt erfolgt auf Spendenbasis bei einer Empfehlung von fünf Euro.