Wechselhaftes Wetter
Nach Hochwasser: Ist in Regensburg eine Mückenplage im Anflug?

21.06.2024 | Stand 21.06.2024, 21:36 Uhr |

Nervig: In Regensburg schwirren mehr Mücken durch die Luft als üblich. F.: Anspach, dpa

Der Sommer ist endlich da – zumindest halbwegs. Viele Regensburger genießen derzeit die Sonnenstrahlen an der Donau, wären da nicht die kleinen Plagegeister: Die Mücken legen gerade richtig los.



In Regensburg hat das nur bedingt mit dem Hochwasser zu tun, erklärt Silke Göttler. Die Biologin arbeitet für das Unternehmen Biogents, das rund um das Thema Mücken und deren Bekämpfung tätig ist. Andernorts, so Göttler, sorgen Überschwemmungsmücken gerade für massiven Ärger. Diese schlüpfen nach Hochwassern aus dem Boden, in dem sie zum Teil jahrelang überdauert haben. In Regensburg sind die Überschwemmungsmücken allerdings kein so massives Problem. „Es gibt im Stadtgebiet nur wenige Wiesen, wo das Wasser so lange stand, indem sich die Quälgeister entwickeln können.“

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Das ist die gute Nachricht. Die Biologin hat aber auch eine schlechte: „Wir beobachten derzeit zusätzlich ein vermehrtes Aufkommen von Hausmücken.“ Das wechselhafte Wetter mit Regenfällen und warmen Temperaturen habe den Blutsaugern in die Karten gespielt, erklärt Göttler. Brutstätten werden durch die erneuten Regenfälle immer wieder aufgefüllt, so dass die Blutsauger optimale Bedingungen vorfinden.

Gestreifter Exot: Tigermücke auch in Regensburg im Anflug



Seit einigen Jahren schwirrt auch das Thema Tigermücke durch die Luft. In Regensburg ist das gestreifte Insekt, das Krankheiten übertragen kann, allerdings noch nicht angekommen, sagt Göttler. „Zumindest ist noch kein Fund offiziell bestätigt.“ Allerdings werde die Tigermücke bald auch durch Regensburg schwirren, sagt Göttler. „Es ist eine typische Stadtmücke.“

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Auch Stadtsprecherin Katrin Butz sagt, dass es zu einem vermehrten Aufkommen von Mücken kommen kann. „Ob es zu einer Plage kommen wird, kann nicht abgeschätzt werden.“ Es empfehle sich jedenfalls, Regentonnen abzudecken und in der Dämmerung die Nähe stehender Gewässer zu meiden. Mückenbekämpfungsmittel setzt die Stadt laut Butz nicht ein. Biologin Göttler betont, dass sie das auch nicht müsse. „Gegen die Hausmücke muss jeder selbst vorsorgen.“