Wohnprojekt
Plastikmüllberge: Studenten der OTH helfen Allmeind-Bewohnern

28.02.2024 | Stand 28.02.2024, 10:00 Uhr

Uta Hildt, Vorsitzende des Bewohnervereins, schildert den Studentinnen die Müllproblematik im Mehrgenerationen-Wohnprojekt Allmeind. Foto: OTH Regensburg/Fiona Haack

Da im Mehrgenerationen-Wohnprojekt Allmeind in Burgweinting die Plastikmüllberge immer größer wurden, bat der Bewohnerverein Studierende der OTH Regensburg um Unterstützung. Eine fünfköpfige Gruppe des Moduls Projektmanagement“ erarbeitete laut einer Pressemitteilung der OHT einen Plan zur Müllreduzierung für Allmeind.

Die Erwartungen des Auftraggebers waren definiert: Über eine Veranstaltung im Bewohnerverein sollte ein Bewusstsein zur richtigen Mülltrennung und -reduzierung geschaffen und ein Arbeitsmodell entwickelt werden, wie eine Hausgemeinschaft zur Reduzierung von Plastikmüll motiviert werden kann. Das Ziel war, realistische Vorgaben für Änderungen festzulegen und den Bewohnern vorzustellen.

Lösung über Fragebogen

Bei einem Ortstermin schilderten die Bewohner den Studentinnen die Probleme aus erster Hand. Die Studentinnen entwarfen daraufhin einen Fragebogen, der an alle Bewohner verteilt wurde. Dieser sollte die drängendsten Probleme mit Plastikmüll herausfiltern, um auf dieser Basis ein Vortragskonzept und einen Flyer auszuarbeiten. Die Schwerpunkte, die sich dabei herauskristallisierten, betrafen Bad und Küche. Der rund einstündige Vortrag, an dem 18 Bewohner teilnahmen, legte den Fokus auf positive Beispielen aus dem Alltag und unkomplizierte Produktvorschlägen, die nicht nur der Umwelt helfen, sondern auch den eigenen Geldbeutel schonen.

Trotzdem gingen die Studentinnen auch auf die Auswirkungen von Plastikmüll auf Mensch und Umwelt mithilfe von Zahlen, Bildern und Fakten hingewiesen. Es gab Tipps und Tricks zur Müllreduzierung im Alltag, Aufklärung zu Online-Bestellungen – ob Essen oder Waren, ob Amazon oder lokaler Lieferdienst – und natürlich Informationen zur richtigen Mülltrennung und den Vorteilen, die jede und jeder selbst davon hat.

Demnach gehe es in der Küche unter anderem darum, eigene Tragetaschen zu verwenden, wiederverwendbare Netze für Obst, Gemüse und Backartikel zu nutzen, Großpackungen zu kaufen oder sich auf dem Wochenmarkt oder im Unverpackt-Laden zu versorgen. Im Bad könnten demnach Hand- und Gesichtsseife sowie Duschgel und Shampoo in fester Form helfen, Müll zu vermeiden. Die Tipps beim Thema Putzen und Waschen lauten: Zu Allzweckreiniger greifen, statt für jeden Bereich ein Putzmittel kaufen, nachhaltiges, mikroplastikfreies Putzmittel verwenden: Hausmittel wie wie Essigessenz, Zitronensaft, Soda und Natron reichten laut der Tipps der Studentinnen meist aus. Zudem empfahlen sie den Bewohnern nachhaltiges und mikroplastikfreies Waschpulver zu kaufen, das in Pappe verpackt ist. Bei Essensbestellung sollen sie laut der Forscherinnen Verpackungsoptionen prüfen, auf die Bestellmenge und Portionsgrößen achten und eigene Behältnisse verwenden. Die Resonanz Zuhörer war sehr positiv und am Schluss gab es für sie nützliche Utensilien wie wiederverwendbaren Obstnetzen und nachhaltige Spülmaschinentabs.

Flyer als Helfer

Da nicht alle Bewohner an dem Vortrag teilnehmen konnten, soll ein Flyer Interessierte mit einer Zusammenfassung und mit Praxistipps erreichen. Ferner ist er eine Gedächtnisstütze, um das Gehörte in Zukunft nachhaltig umzusetzen. Die Projektabschlusspräsentation fand an der OTH Regensburg vor der Vorsitzenden des Bewohnervereins, Uta Hildt, und Julia Hartmann statt.