Prozess startet
Polizei fand auch Nazi-Gewehr: Regensburger Waffen-Narr muss vor Gericht

04.03.2024 | Stand 04.03.2024, 19:18 Uhr

Dieses Waffenarsenal fand die Polizei im November 2021 auf dem Dachboden eines Regensburgers. Foto: Polizei

Ein ganzes Arsenal hatte ein Regensburger über die Jahre auf dem Dachboden gehortet. Das Problem: Der Mann darf seit 2015 keine Waffen mehr besitzen. Ab Montag muss er nun auf der Anklagebank im Amtsgericht Platz nehmen.



Die Ermittler listen eine lange Reihe von Waffen auf, die im November 2021 in der Wohnung des Angeklagten gefunden wurden. Darunter mehrere Pistolen, Maschinengewehre, ein Säbel, einen Degen, elf Dolche und 80 Bajonette. Diese Stichwaffen werden auf den Läufen von Pistolen und Gewehren befestigt. Daneben wurden auch zahlreiche Einzelteile von Waffen gefunden.

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Das Arsenal besteht aus Stücken, die durchaus Sammlerwert haben dürften. So fanden Polizisten beispielsweise das Modell K43 des deutschen Waffenherstellers Walther auf dem Dachboden des Regensburgers. Diese Waffe wurde von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg benutzt. Die Beamten fanden allerdings auch Fabrikate aus anderen Ländern auf dem Dachboden des Regensburgers. Zum Teil auch Waffen, die schon in Konflikten des 19. Jahrhunderts verwendet wurden.

ph