Altstadt und Stadtamhof
Regensburg folgt dem Stern: 70 Ausstellungsorte beim ökumenischen Krippenweg

03.12.2023 | Stand 03.12.2023, 15:45 Uhr

Startschuss für Adventsaktion: Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, der evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler, Bischof Rudolf Voderholzer, Kulturreferent Wolfgang Dersch und Franz Glas vom Krippenverein Regensburg (v. li.) eröffneten den ökumenischen Krippenweg. Fotos: Groh-Schad

Unter dem Motto „Regensburg folgt dem Stern“ haben am Samstagabend Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, der evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler und der katholische Bischof Rudolf Voderholzer am Alten Rathaus den ökumenischen Krippenweg eröffnet.

Bereits das vierte Jahr in Folge können Interessierte bis zum 6. Januar bei einem Spaziergang durch die Altstadt und Stadtamhof in den Foyers, Schaufenstern der Geschäfte und Museen Krippen entdecken. „Jedes Jahr werden es mehr Krippen“, sagte die Oberbürgermeisterin. Die Bereitschaft mitzuwirken sie überwältigend groß.

Der Krippenweg entstand 2020 in Zeiten der Pandemie als Gemeinschaftsprojekt der evangelischen und katholischen Kirche, um trotz der durch Corona bestehenden Einschränkungen für weihnachtliche Impulse in der Stadt zu sorgen. „Der Krippenweg wurde zu einer dunklen Zeit erfunden“, erinnerte die Oberbürgermeisterin. Von Anfang an sei die Unterstützung für das Projekt, das nun eine Tradition geworden sei, groß gewesen. Der Krippenweg findet in Kooperation mit dem Kulturreferat der Stadt, dem Krippenverein Regensburg und dem Stadtmarketing statt.

Weihnachten als Fest des Friedens



„Die Krippen sollen zum Nachdenken anregen, dass Weihnachten nicht nur Stress bedeutet, sondern vor allem ein Fest des Friedens ist“, hob die Oberbürgermeisterin hervor. Der Advent sei eine Zeit mit Hoffnung auf Frieden und Gemeinschaft. Jede ausgestellte Krippe erzähle ihre eigene Geschichte und spiegle die vielfältigen Weihnachtstraditionen der Welt wider. Es gäbe Krippen aus Holz, Ton, handgeschnitzt, modern oder im orientalischen Stil zu entdecken. Bemerkenswert sei der Detailreichtum der Krippen. „Jede Krippe ist einzigartig und strahlt den Zauber der Weihnachtszeit aus“, betonte Maltz-Schwarzfischer.

„Der Krippenweg ist ein Gemeinschaftswerk, wie es unserer Stadt guttut“, betonte der evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler. Das Betrachten der Krippe berühre bis heute unsere Seele. Dass der Krippenweg in diesem Jahr erneut stattfinde, freue ihn besonders, weil die Menschen ein Jahr hinter sich hätten, das ihnen vieles abverlangt habe. Besonders berühre ihn in diesem Jahr die ausgestellte Krippe einer ukrainischen Künstlerin in der Königsstraße 7. Zudem freue er sich, dass es in diesem Jahr eine Art Findelkind unter den Krippen gebe. In der Stadtbücherei sei eine Krippe zu entdecken, die dem Vorsitzenden des Krippenvereins Regensburg Franz Glas heimlich vor die Tür gelegt worden sei. Dieser habe sie aufbereitet und nun ist sie dort zu sehen. „Sie ist vor allem für Kinder ansprechend“, erklärte Glas.

Posaunenchors St. Matthäus spielte bei der Eröffnung



Bischof Rudolf Voderholzer nutzte die Eröffnung, um die vielen kleinen Schritte aufzuzeigen, die nötig sind, um so einen Krippenweg durchzuführen. Er dankte allen, die sich hier engagieren und auch denen, die sich bereit gezeigt hätten, die Krippen in ihren Räumen zu zeigen. Vorderholzer sprach auch den Segen aus.

Um zu unterstreichen, dass es sich um ein Gemeinschaftsprojekt handele, traten die Oberbürgermeistern und die beiden kirchlichen Vertreter zusammen ans Mikrofon und erklärten gemeinsam den vierten ökumenischen Krippenweg für eröffnet. Musikalisch umrahmt die Veranstaltung vom evangelischen Posaunenchors St. Matthäus Regensburg.