Drei Raubdelikte
Taschendiebe am Bahnhof in Regensburg unterwegs - Polizei warnt vor deren Tricks

06.12.2023 | Stand 06.12.2023, 15:03 Uhr

Am Regensburger Hauptbahnhof ist es zu mehreren Raubdelikten gekommen.  − Symbolbild: Bundespolizei

Am Regensburger Hauptbahnhof ist es die vergangenen Tage zu mehreren Raubdelikten gekommen. Das berichtet die Polizei am Mittwoch.



Ein 18-Jähriger hat im ersten Fall am Mittwochmorgen gegen 5 Uhr einem 39-Jährigen nach Kokain gefragt. Als der 39-Jährige jedoch laut Polizei wütend wurde und den Jüngeren körperlich attackierte, klaute dieser die Tasche des 39-Jährigen und flüchtete anschließend mit dieser in Richtung Fürst-Anselm-Park. Dabei verlor er jedoch sein Handy, das dann ein unbeteiligter Reisender fand und ausgerechnet dem 39-Jährigen übergab. Der 18-Jährige warf ihm Park die Tasche laut Polizeibericht weg und ging zurück zum Bahnhof, wo er sein Handy beim 39-Jährigen wieder entdeckte. Daraufhin soll er diesen mit der Faust geschlagen haben. Der 39-Jährige alarmierte die Polizei. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung und Diebstahls.

Im zweiten Fall hat am Montag ein 20-Jähriger laut Polizei eine 15-jährige Schülerin beklaut. Die Schülerin ist mit einer Freundin um 13.45 Uhr die Rolltreppe zum Arcadensteg hochgefahren. Auf der Rolltreppe bemerkte sie, wie ein Mann hinter ihr ihre Schultasche bewegte, hielt dies aber zunächst für normales Gedränge. Erst als sie in den Arcaden etwas bezahlen wollte, bemerkte sie, dass ihr Geldbeutel samt 115 Euro weg waren. Die Bundespolizei, an die sie sich wendete, konnte vorhandene Videoaufzeichnungen auswerten und den mutmaßlichen Täter mit Unterstützung des Sicherheitsdienstes der Arcaden und einer Streife der Polizei Regensburg Süd in der Maximilianstraße festnehmen. Das Diebesgut hatte der 20-Jährige jedoch nicht mehr bei sich. Die Bundespolizei ermittelt nun auch gegen diesen Mann wegen Diebstahls.

Polizei warnt vor Taschendieben



Am Bahnhofsvorplatz ereignete sich der dritte Fall eines Raubdeliktes. Ein 23-Jähriger wurde dort am Dienstag um kurz nach Mitternacht von einem Unbekannten angesprochen. Im Gespräch nahm der Unbekannte das Handy des 23-Jährigen und schlug diesem mit der Faust ins Gesicht. Des Weiteren versuchte er dessen Rucksack wegzureißen, so die Polizei. Der 23-Jährige, der dabei leicht verletzt wurde, wehrte sich jedoch, sodass der Mann mit dem Mobiltelefon die Flucht ergriff. Sein Handy konnte er im inneren Osten von Regensburg orten, eine hinzugerufene Streife konnte dort schließlich den Tatverdächtigen in einem unversperrten Auto festnehmen. Die Beamten fanden noch ein weiteres Handy bei ihm, das ihm ebenfalls nicht gehörte. Außerdem war das Auto nicht auf den Tatverdächtigen zugelassen. Der Halter konnte ermittelt werden, aus dem Auto wurde nichts entwendet. Den 36-Jährigen erwartet nun ein Verfahren wegen versuchten Raubes, Diebstahls und Körperverletzung.

Die Bundespolizei warnt nun gerade in der Weihnachtszeit vor den Tricks der Taschendiebe. Oft werden Opfer im Gedränge angerempelt oder mithilfe eines Komplizen „in die Zange“ genommen. Während das Opfer abgelenkt ist, wird dann in die Tasche gegriffen. Die Polizei rät dazu, auf ausreichenden Abstand zu fremden Personen zu achten, Bargeld, Kredit- und Bankkarten am Körper verteilt mit sich zu tragen, und zwar möglichst in verschlossenen Innentaschen, Gürteltaschen oder Brustbeuteln und lediglich so viel Bargeld, Bankkarten und Wertgegenstände, die wirklich benötigt werden. Kredit-/Bankkarten und PIN sollten getrennt voneinander aufbewahrt und die PIN auswendig gelernt werden. Hand- oder Umhängetaschen sollte man immer mit der Verschlussseite zum Körper tragen und verschlossen lassen. Taschen und Wertgegenstände wie Handy oder Laptop sollten niemals unbeaufsichtigt sein. Im Menschengedränge und in unübersichtlichen Situationen sollte man noch stärker auf Wertsachen aufpassen.

− kl