Gastrotipp in Regensburg
Der Pächterwechsel im Regensburger Traditionsbiergarten Goldene Ente ist vollkommen gelungen

08.06.2024 | Stand 09.06.2024, 9:44 Uhr |

Christine Ainöder hat die Goldene Ente übernommen. Sie setzt auf bayerische Wirtshauskultur, hat aber auch viele Neuerungen in den beliebten Biergarten eingebracht – beispielsweise eine italienische Platte. Foto: Eckl

Eigentlich ist es so, wie es schon immer war: In der „Ant’n“ trifft man Freunde. Am Eisernen Steg, auf der Seite des Oberen Wöhrds, sitzen die Regensburger und genießen die Sonne. Bei Bier und typischen bayerischen Schmankerln lassen es sich die Domstädter gutgehen.



Dass mit Christine Ainöder, genannt Christl, seit diesem Jahr eine neue Pächterin in dem Traditions-Lokal wirkt, wissen zwar die Eingeweihten, doch unterm Strich läuft für die Besucher alles so, wie bisher. Und das ist doch auch schön so.

Spricht man mit Christl Ainöder, dann wird klar, wo sie nochmals nachgelegt hat. „Das Goaßbradl ist besonders beliebt“, sagt die Wirtin. Das alte bayerische Gericht mit Schweineripperl wird gerne bestellt und schmeckt auch köstlich. Das traditionelle Ant’n-Schnitzel ist ein weiterer beliebter Hungerstiller. Neu ist, dass die Vegetarier und Veganer nun eine größere Auswahl als bisher bekommen. Und hier endet die bayerische Wirtshauskultur und die italienische Esskultur beginnt – was ja auch kein Problem ist in einer Stadt, die gerne mal die nördlichste Italiens genannt wird. Bei Tagliatelle im Zitronen-Minz-Schmelz mit Petersilie und gebratenen Pilzen kommen fleischlose Genießer auf ihre Kosten. Auch die bayerischen Brotzeiten sind natürlich bei schönem Wetter sehr beliebt.



Wir probieren genau diese Bandbreite: Zum einen wird ein klassischer Obatzter bestellt, der üppig daherkommt und mit zwei Scheiben Schwarzbrot serviert wird. Die italienische Platte wird mit ein paar Streifen Focaccia serviert. Es finden sich ein hauseigener Tomaten-Knoblauch-Aufstrich im Glaserl, gehobelter Parmigiano, eine scharfe kalabrische Streichwurst, Parmaschinken und ein Büffelmozzarella auf Rucolabett mit geschmorten Kirschtomaten. All das ist sehr lecker.

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Was bei der Goldenen Ente aber neben der recht vielfältigen Speisekarte besonders auffällt, ist ein gut eingespieltes Service-Team und der wirklich nette Service. Nicht alles klappt auf Anhieb – Freunde, die mit dabei sind, warten ziemlich lange auf das Ketchup zu den Pommes –, aber ein nettes Lächeln des Kellners macht das schnell wieder wett.

Und genau das will die Ant’n, wie die Regensburger den Biergarten liebevoll nennen, sein: ein Ort, an dem man mit Freunden zusammenkommt und eine schöne Zeit verbringt.

Informationen zum Lokal

Adresse: Badstraße 32 in Regensburg, www.wirtshaus-goldene-ente.de
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 12 bis 23 Uhr, Freitag und Samstag 12 bis 24 Uhr und Sonntag von 12 bis 22 Uhr
Weitere Informationen: Das Team freut sich, wenn man bei der Reservierung schon die Speisen bestellt.
Preise: Die Halbe Bischofshof-Bier kostet 4,40 Euro, das Goaßbradl 16,90 Euro und das Ant’n-Schnitzel gibt es in zwei Größen zu 12,60 und 16,60 Euro.
„Ein Gasthaus“ – das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also, ein Tipp, der empfiehlt: Gehen Sie hin, bilden Sie sich Ihr Urteil.