Rezept für Sommertage
Erfrischende Gurkenkaltschale mit Melone

21.07.2023 | Stand 14.09.2023, 11:26 Uhr

Eine Suppe wie ein Sprung ins kühle Nass: Gurke, Melone und Kräuter versorgen mit Vitaminen und Mineralien. Foto: Angelika Sauerer

Wenn das Thermometer nach oben klettert, kühlt die Gurkensuppe von innen.

Heute bleibt die Küche kalt – doch es kommt trotzdem etwas Selbstgemachtes auf den Tisch: eine schöne, kalte Suppe. Wenn es eh schon heiß ist, muss nicht auch noch der Ofen oder Herd für Hitze sorgen. Außerdem hat die Gurke Saison und ihr Preis ist auch wieder auf normalem Niveau.

Diese Kaltschale erfrischt, macht nicht zu satt und versorgt den Körper mit allem, was er bei Hitze braucht. Die Salatgurke ist ein Phänomen: Obwohl sie so gut wie „nur“ aus Wasser besteht, bringt sie scheibchenweise Geschmack in Salate – oder Wasser: Gurkenscheiben sorgen für Aroma in der Karaffe. In der Volksmedizin wurden Gurken bei Gicht, Blasenbeschwerden und zur Entwässerung eingesetzt. Auch an Vitaminen, Ballaststoffen und Mineralien fehlt es dem grünen Gemüse nicht. Die guten Stoffe sitzen übrigens in und unter der Schale. Minigurken können wegen der dünneren Schale komplett verzehrt werden, schmecken allerdings etwas anders als die großen Kolleginnen.

Gurken für die Schönheit von innen und von außen

Schale und Scheiben werden auch in der Kosmetik eingesetzt. Sie versorgen die Haut mit Feuchtigkeit, die berühmte Gurkenmaske wirkt zum Beispiel bei Schwellungen und Sonnenbrand.

In unsere kalte Gurkensuppe mixen wir alles an Kräutern dazu, was der Sommergarten und Balkon hergibt: Minze, Koriander, der Klassiker Dill – oder besonders raffiniert: die hübschen blauen Blüten und Blätter des Gurkenkrauts Borretsch. Alles geht, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Melone, eine Prise Chiliflocken und Zitrone bringen Pfiff und noch mehr Geschmack mit. Und wer es farbig mag: Etwas gekochte rote Bete mitpürieren, dann wird das Süppchen osteuropäisch und schön pink.

Gut durchziehen lassen

Und gleich noch ein guter Rat: Lassen Sie die Suppe, wenn möglich, im Kühlschrank über Nacht oder wenigstens ein paar Stunden durchziehen, das lohnt sich wirklich. Und Vorsicht mit dem Salz, beim ersten Abschmecken vor dem Durchziehen ist man geneigt zu viel zuzugeben.

Wir pürieren als Erstes die halbwegs klein gehackten Kräuter in etwas Olivenöl und vielleicht etwas Brühe, die wir auch zur Verdünnung brauchen können. Gurken nach Gusto schälen, Minigurken nicht, ihre Schalen geben dem Gericht eine sattgrüne Farbe. Gurke und Melone in grobe Stücke schneiden. Alles in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab fein zerkleinern, dann die vegane Crème fraîche vorsichtig unterrühren und gut mit Salz, Pfeffer aus der Mühle, etwas Chili, dem Saft und Abrieb der Zitrone würzen und abschmecken. Wer die Konsistenz etwas flüssiger mag, kann mit (kalter) Brühe noch etwas nachhelfen.

Für die Dekospieße Melonenkugeln ausstechen; wer keinen Ausstecher hat, schneidet Würfel – das geht auch. Melone abwechselnd mit größeren Kräuterblättchen auf Holzspieße stecken und die Kaltschale damit dekorieren. Essbare Blüten sind ein Clou – und machen die grüne Suppe zur Blumenwiese.
Vor dem Servieren nochmals kurz probieren und gegebenenfalls nachwürzen.

Die Zutaten

Für vier Personen benötigt man als Vorspeise oder leichtes Mittagsgericht diese Zutaten:

1 1/2 große Salatgurken (oder 5-6 Minigurken), ein Viertel einer Wassermelone, halber Becher vegane Crème fraîche, etwas Olivenöl, 0,2l erkaltete Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Chiliflocken, 1 Zitrone, 1 Bund Kräuter (Dill, Minze, Borretsch etc.), 4kurze Holzspieße für die Deko

Die Autorin: Ursula Gaisa

Ursula Gaisa ist Vegetarierin und liebt Kochbücher. Sie hat auch selbst eins verfasst: „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ (MZ-Buchverlag, 19,90 Euro). Sie bloggt auf www.immerschick.de. Unter immer.lecker gibt es Kochbuchtipps und Rezeptideen. Für die Mittelbayerische hat sie zuletzt Scherennudeln mit Erbsensauce zubereitet. Hier geht es zum Rezept.