Polizei
Netzwerk von Hochschule Kempten von Hackern teils lahmgelegt

01.03.2024 | Stand 02.03.2024, 22:02 Uhr

Computertastatur - Eine Computertastatur spiegelt sich auf dem Monitor eines Notebooks (gestellte Szene). - Foto: Marijan Murat/dpa/Illustration

Immer wieder werden Unternehmen und große öffentliche Einrichtungen Ziel von Hackern. Nun hat es eine Hochschule im Allgäu erwischt. Tausende Nutzer sind davon betroffen.

Hacker haben die E-Mail-Kommunikation der Hochschule in Kempten lahmgelegt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde bereits am Dienstag der Angriff auf das Computernetzwerk bemerkt. Spezialisten der Kriminalpolizei seien nun in Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt mit der Sicherung und Auswertung der digitalen Spuren beschäftigt. Die Täter hätten auch ein Schreiben auf den Rechnern hinterlassen, aber eine Lösegeldforderung sei nicht bekannt.

Nach der Hackerattacke wurde unter anderem der E-Mail-Server der Hochschule vom Netz getrennt, damit es zu keinem weiteren Schaden kommt. Die Hochschule war deswegen zunächst auch nicht mehr auf diesem Weg erreichbar. Die rund 6000 Studierenden wurden am Freitag aufgefordert, ihre Passwörter zurückzusetzen. Sie sollten ihre Zugänge dann durch ein neues Passwort schützen, welches vorher noch nie als Passwort an der Hochschule genutzt worden sei.

Immer wieder greifen Hacker die Netzwerke von Unternehmen oder Behörden an und verschlüsseln oftmals die Daten, um dann ein Lösegeld zu erpressen. Die Polizei rät generell davon ab, auf Forderungen der Kriminellen einzugehen. Dennoch zahlen immer wieder Betroffene an die Täter, um auf ihre Systeme erneut zugreifen zu können.

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