Mehr digitale Angebote
Postbank schließt Filialen – auch Standorte in Ostbayern betroffen

24.06.2024 | Stand 25.06.2024, 9:27 Uhr |

Die Deutsche Bank wird die Zahl der Postbank-Filialen bis Mitte 2026 von 550 auf 320 reduzieren.  − Symbolbild: Marijan Murat/dpa

Immer mehr Menschen in Deutschland erledigen ihre Bankgeschäfte digital. Das lässt auch die Geldinstitute nicht kalt. Die Deutsche-Bank-Tochter Postbank will sich mittelfristig zu einer „Mobile-First“-Bank entwickeln und kündigt auch die Schließung mehrerer Filialen in Ostbayern an.



Die Deutsche Bank wird die Zahl der Postbank-Filialen der Deutschen Presseagentur zufolge bis Mitte 2026 von 550 auf 320 reduzieren. Damit passt sich das Unternehmen dem sich verändernden Kundenverhalten an. „Wir haben darauf geachtet, dass wir in Ballungsgebieten und auch in der Fläche weiterhin gut vertreten sind“, sagt Postbank-Pressesprecher Hartmut Schlegel auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern. Insbesondere die Bargeldversorgung werde flächendeckend sichergestellt.

Mehrere Filialen in Ostbayern betroffen



Wie Schlegel im Gespräch bestätigt, betreffen die Umstrukturierungen auch Postbank-Filialen in Ostbayern. So wird die Filiale in Cham bis Ende 2025 schließen und die Filiale in der Regensburger Joseph-Dahlem-Straße bis Ende 2026. Die Filiale in der Regensburger Bahnhofstraße wird bis Ende 2025 in eine Beratungsfiliale umgewandelt. Postbank-Dienstleistungen wird es laut Pressestelle dort weiterhin geben, Post-Dienstleistungen allerdings nicht mehr. Was die Filiale im Weichser Weg in Regensburg angeht, sind keine Änderungen geplant.

Lesen Sie auch: Postbank-Mitarbeiter müssen zittern – Steht auch Neumarkt auf der Streich-Liste?

Noch im Laufe diesen Jahres soll die Postbank-Filiale in Dingolfing geschlossen werden. Bis Ende 2026 soll auch die Schließung der Filiale in Plattling vollzogen sein. Die Filialen in Landshut, Straubing, Erding und Freising bleiben erhalten. Wie Schlegel erklärt, werde die Bargeldversorgung trotz Schließungen einzelner Filialen flächendeckend sichergestellt. Die Deutsche Post werde zudem dafür sorgen, dass Kunden nicht auf Post-Dienstleistungen in ihrer Nähe verzichten müssen.

Stationäre Angebote weniger stark nachgefragt

Mit den Umstrukturierungen reagiert die Postbank auf das veränderte Kundenverhalten. „Wir stellen fest, dass unsere Mobile- und Online-Angebote zunehmend stärker genutzt werden, und zwar über alle Altersgruppen hinweg“, sagt Schlegel. Diese Veränderungen führten dazu, dass Kunden die stationären Angebote in den Filialen weniger stark nachfragen. Daher werde das Unternehmen sich künftig verstärkt auf digitale Bankdienstleistungen fokussieren. Die Postbank wolle, so Schlegel, mittelfristig eine “Mobile-First“-Bank werden.

Neben den digitalen Angeboten werde aber auch in die Filialen der Postbank investiert und auch die Direktberatung solle deutlich gestärkt werden. So baue die Postbank insgesamt elf Regionale Beratungscenter auf. Telefonisch oder per Videoschalte sollen sich Kunden dort künftig auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten von Filialen sowie an Samstagen informieren können.

− nm