Rezept
Rote Bulette mit Feigen-Birnen-Chutney

20.10.2023 | Stand 20.10.2023, 15:00 Uhr

Bunt essen mit viel Gemüse und Obst versorgt den Körper mit Vitalstoffen – und obendrein schmeckt es. Foto: Angelika Sauerer

Das Pflanzerl aus Kidneybohnen, Roter Bete und Süßkartoffel wird auf frisches Grün gebettet.

Bulette, Fleischpflanzerl, Burger-Pattie – eine herzhafte Angelegenheit, auf die man nicht verzichten muss, wenn man das Fleisch weglässt. Hier besteht der Hauptbestandteil, das Pflanzerl ohne Fleisch, aus roten Kidneybohnen, die proteinreich sind. Früher wurden sie auch Indianerbohne oder rote Bohne genannt. Geformt wie kleine Nieren – englisch „kidneys“ – kommen sie eigentlich aus Peru und haben wie so vieles während der Kolonialzeit nach Europa gefunden.

Neben pflanzlichem Eiweiß bieten sie noch jede Menge andere gesunde Nährstoffe wie Ballaststoffe, Folsäure, Magnesium, Kalium, Eisen und Kupfer. Sie sollen sogar das Herzinfarktrisiko senken. Rote Bete und Süßkartoffeln sind schon allein durch ihre Farbstoffe eine wahre Quelle der Gesundheit. Oft komponiere ich meine Gerichte anhand von Farben – denn bunt ist gesund.

Frische Feigen schmecken eigentlich erst jetzt erst richtig gut. Birnen haben wir lange vermissen müssen, aber nun sind sie in vielen Sorten auf den Märkten zu finden. Das Chutney kommt eigentlich komplett ohne den Zusatz von Zucker aus, da Feigen und Birnen beim Anbraten genügend Fruchtzucker produzieren, auch die Zwiebel tut das ihrige. Wer keinen Baby-Mangold bekommt, kann stattdessen auch Spinat oder ein anderes grünes Gemüse servieren.

Das Chutney braucht keine Extra-Süße

Wir beginnen mit dem Chutney, damit es noch etwas durchziehen kann: die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Sechs dünne Scheiben von einer Feige für die Deko beiseitelegen, den Rest genauso wie die Birne in feine Würfel schneiden und in heißem Pflanzenöl scharf anbraten. Dann mit dem Weißweinessig ablöschen, eventuell noch etwas Wasser zugeben, mit Salz und Chiliflocken würzen und zugedeckt circa zehn Minuten köcheln lassen. Öfters umrühren, es soll eine sirupartige Konsistenz bekommen. Beiseitestellen und etwas kalt werden lassen.

Für die rote Bulette die rote Zwiebel, die Rote-Bete-Knolle und die Süßkartoffel fein würfeln. In einer Pfanne mit dickem Boden Öl erhitzen, darin erst die Zwiebel und die Rote Bete, dann die Süßkartoffelwürfel scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, mit etwas Apfelsaft ablöschen und rund fünf Minuten köcheln lassen. Zum Schluss auch noch die Bohnen kurz mit anbraten. Mit Zitronensaft abrunden.

Etwas abkühlen lassen und mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten, die ruhig noch ein paar Stücke enthalten kann. Das grobe Püree mit dem Räucherpaprika veredeln. Nun mit den Händen zwei Kugeln formen. Diese etwas flachdrücken und in heißem Öl in einer beschichteten Pfanne auf beiden Seiten ein paar Minuten lang knusprig braten.

Den Mangold in einer geölten Pfanne in sich zusammenfallen lassen und mit Salz würzen. Auf einem Teller zusammen mit den Feigenscheiben dekorativ anrichten und das Pflanzerl darauf servieren.

Die Zutaten

Das braucht man (für zwei Personen als Hauptgericht):

Chutney: 1 Birne, 2 frische Feigen, 1/2 weiße Zwiebel, 5 EL Weißweinessig, Salz, Öl zum Anbraten

Bulette: 1 Süßkartoffel, 1rote Zwiebel, 1 frische Rote-Bete-Knolle, 1 Dose Kidneybohnen, Saft einer Zitrone, Räucherpaprika, Salz, Pfeffer, Öl, etwas Apfelsaft zum Ablöschen

Außerdem: 2 Handvoll Baby-Mangold, Salz, Öl

Die Autorin: Ursula Gaisa

Ursula Gaisa ist Vegetarierin und liebt Kochbücher. Sie hat auch selbst eins verfasst: „Vegetarische Schmankerl für 5 Jahreszeiten“ (MZ-Buchverlag, 19,90 Euro). Sie bloggt auf www.immerschick.de. Unter immer.lecker gibt es Kochbuchtipps und Rezeptideen. Für die Mittelbayerische hat sie zuletzt Kürbis auf gebranntem Pastinakenpüree zubereitet. Hier geht es zum Rezept.