Sicher auf dem Fahrrad
Sommer bringt mehr Radunfälle – Polizei zieht nach Kontrolltagen in der Oberpfalz Bilanz

18.06.2024 | Stand 18.06.2024, 13:59 Uhr |

Die Polizeiinspektion Oberviechtach beteiligte sich mit einem Präventionsstand am „Radlsonntag“ der Gemeinde Gaisthal.  − F.: PP Oberpfalz

Die steigenden Temperaturen gehen auch in der Oberpfalz jedes Jahr mit mehr Fahrradunfällen einher. Im Mai fand daher in ganz Bayern ein Schwerpunktmonat zum Thema Radverkehrssicherheit statt. Das Polizeipräsidium Oberpfalz zieht Bilanz.



Wie das Polizeipräsidium Oberpfalz am Dienstag berichtete, beteiligten sich Dienststellen aus der gesamten Oberpfalz an der Aktion. Dabei waren insgesamt 254 Oberpfälzer Polizeibeamte im Einsatz und sorgten für mehr Sicherheit im Radverkehr.

1231 Radfahrer kontrolliert

An speziellen Kontrolltagen überprüften die Einsatzkräfte demnach insgesamt 1231 Radfahrer. Die Beamten kontrollierten unter anderem die Fahrtauglichkeit und Verkehrssicherheit der Räder. Im persönlichen Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern gaben sie wichtige Präventionshinweise weiter und wiesen auf die Gefahren und Risiken hin, die die Teilnahme als „schwächerer“ Verkehrsteilnehmer birgt.

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Die kontrollierenden Beamten stellten im Mai insgesamt 333 Verkehrsverstöße fest. Über die Hälfte der Verwarnungen fiel dabei auf die falsche Straßenbenutzung durch Radfahrer, wie beispielsweise die Nutzung von Fußgängerwegen oder das Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Immer wieder warnt die Polizei vor dem sogenannten „Geisterradeln“, bei dem Fahrradfahrer nicht nur sich selbst, sondern auch andere gefährden.

Gefahr durch parkende Autos



Doch nicht nur auf den Radfahrern selbst lag das Augenmerk der kontrollierenden Beamten. Um für gegenseitiges Verständnis zu werben, lag einer der Kontrollschwerpunkte auch auf den motorisierten Fahrzeugen. Insgesamt wurde 240 Auto-, Lkw- und Motorradfahrer kontrolliert. Auch hier kam es zu 49 Verkehrsverstößen im Bezug auf das Thema Radverkehrssicherheit, hauptsächlich bezüglich dem widerrechtlichen Parken und Halten auf Radwegen.

Wie die Polizei mitteilte, sollten bei der bayernweiten Verkehrsaktion letztlich jedoch nicht die Ahndung von Verkehrssündern, sondern die präventiven Anliegen der Polizei im Vordergrund stehen. Bei zahlreichen Präventionsveranstaltungen standen die örtlichen Polizeiinspektionen als Ansprechpartner für alle Interessierten zum Thema Radverkehrssicherheit zur Verfügung.

So beteiligte sich beispielsweise die Polizeiinspektion Oberviechtach mit einem Präventionsstand am „Radlsonntag“ der Gemeinde Gaisthal. Die Beamten haben den etwa 500 teilnehmenden Radfahrern Tipps zur Unfallvermeidung, besseren Erkennbarkeit im Straßenverkehr und darüber, warum ein Helm so wichtig ist. Mit reflektierenden Überwürfen sowie Arm- und Beinreflektoren statteten die Polizisten auch die jüngsten Radfahrer für die sichere Teilnahme im Straßenverkehr aus.

Ziel: Bewusstsein schaffen

In der Bevölkerung stießen laut Polizei vor allem die Fahrsicherheitstrainings für Senioren auf großen Anklang. Unter anderem von der Polizei Eschenbach wurde ein Pedelectraining für Senioren angeboten, bei dem der teils noch ungewohnte Umgang mit den schnelleren und schwereren E-Fahrrädern gemeinsam geübt wurde.

Bei vielen weiteren Infoständen im Rahmen verschiedener Veranstaltungen in der ganzen Oberpfalz informierten die Polizeibeamten die Bürgerinnen und Bürgern über die Gefahren und Risiken im Radverkehr und forderten sowohl Radfahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer zu gegenseitigem Verständnis und Rücksichtnahme auf.

Aktionen wie der Schwerpunktmonat sollen im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramm 2030 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ die Unfallzahlen senken und mehr Bewusstsein für „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr schaffen.

− nm