Gastrotipp
Weil es „zuhause“ doch am besten schmeckt

01.12.2023 | Stand 01.12.2023, 15:48 Uhr

Der neue Pächter des Coming Home, Martin Götzfried, präsentiert ein Hirsch-Tartar, das mit Chiliöl mariniert wurde, dazu gibt es eine Petersilienwurzelcreme mit Kürbis-Segmenten. Foto: Tino Lex

Das Coming Home in der Regensburger Altstadt hat einen neuen Pächter. Martin Götzfried war zum Kochen in der Welt unterwegs – und ist doch bei den Produkten der Region angekommen.

Zuhause ankommen und das Essen steht auf dem Tisch: So hat der frühere Pächter des Coming Home in der Regensburger Ludwigstraße sein Restaurant-Konzept verstanden. Seit ein paar Wochen ist nun ein neuer Wirt dort tätig – und der hat als Koch eine lange Vergangenheit. Martin Götzfried hat bereits auf der Burg Wernberg, damals in einem Zwei-Sterne-Restaurant, gekocht. Dann hat er sich die Welt angesehen und in Neuseeland moderne indische Küche kredenzt. Seine Liebe galt aber stets der regionalen Küche: „Unsere Produkte kommen aus der Region, sowohl das Gemüse, als auch Fisch und Fleisch“, sagt Götzfried.



Das Besondere am Coming Home: Die Beilagen wählt man je nach Gusto zum jeweiligen Gericht. Wir entscheiden uns für eine Forelle im Ganzen, die von der Fischzüchterei Mißlbeck im Landkreis Regensburg stammt. Dazu wählen wir Röstkartoffeln, die als eine Art Bratkartoffeln angekündigt werden und im Prinzip lecker angebratene Salzkartoffeln sind. Ebenfalls mit Röstkartoffeln kommen die Short Ribs, ein Fleischgericht, das man nicht in jedem Restaurant bestellen kann. Short Ribs liegen im Brustbereich bis zur Flanke des Rindes und sind köstlich zubereitet.

Wer es schafft, denn die Portionen sind ausreichend, der sollte sich zuvor dennoch eine Vorspeise gönnen. Und da gibt es tatsächlich einen Klassiker, den man nur noch selten auf Speisekarten liest: Russische Eier, hier mit Lachsforellenkaviar und frischem Herbstkräutersalat gereicht. Auch die geräucherte Forelle auf Roter Beete, Sauerrahm, Apfel und frischem Meerrettich ist eine kleine Sünde wert. Bestellen kann man diese auch als Zwischengang.

Das Coming Home war unter den früheren Pächtern bereits etabliert. Das ist wohl auch der Grund, wieso Götzfried nicht nur am Team, sondern auch an manchem Klassiker auf der Speisekarte festhielt. Das Backhendl ist ebenso zu finden wie die Klassiker Cordon Bleu und Wiener Schnitzel. Als Nachspeise empfiehlt sich die Schokoladenmousse aus jeweils dunkler und weißer Schokolade, die auf Schoko-Biskuit und eingelegten Portwein-Zwetschgen gereicht wird.

Tradition und regionale Küche bleiben im Coming Home bestehen. Und das ist gut so!

Informationen zum Lokal:

Adresse: Coming Home, Ludwigstraße 6, 93047 Regensburg; (0941) 5 39 08; www.cominghome-regensburg.de


Öffnungszeiten:
Dienstag bis Samstag zwischen 17 und 23 Uhr.



Weitere Informationen:
Im Innenhof befindet sich ein kleiner Biergarten.


Preise:
Russische Eier 9,50 Euro, geräucherte Forelle 14,90 Euro, Rib Eye Steak vom regionalen Rind 34 Euro. Beilagen wie Graupenrisotto oder Pfannengemüse je 5,90 Euro

„Ein Gasthaus“ – das ist, liebe Leser, eine Momentaufnahme. Die Beschreibung eines Essens, die – meist – genießerische Erinnerung an Geschmack und Atmosphäre. Eine subjektive Sache also, ein Tipp, der empfiehlt: Gehen Sie hin, bilden Sie sich Ihr Urteil.